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Carnuntum wird nächstes DAC-Weinbaugebiet

Das Gebiet einigte sich auf die drei Stufen Gebietswein, Ortswein, Riedenwein und setzt auf renommierte Sorten: beim Weißwein Chardonnay, Weißburgunder und Grüner Veltliner, beim Rotwein Zweigelt und Blaufränkisch.

Die Familie der österreichischen Weinbaugebiete mit DAC-Statuswächst weiter: Nach gründlichen Überlegungen und regionaler Konsensfindung legte das Weinbaugebiet Carnuntum einen DAC-Verordnungsentwurf vor, der nun von der Bundesministerin für Nachhaltigkeit und Tourismus Maria Patekunterzeichnet wurde. Damit wird Carnuntum zum 14. österreichischen Weinbaugebiet mit spezifischem Schutz für gebietstypische Weine.

„Mit der nun beschlossenen DAC-Verordnung schlägt auch das Carnuntum den erfolgreichen Weg des Herkunftsmarketings ein. Es ist den Winzern gelungen, ein Profil herauszuarbeiten, das die Spezifika ihres Gebiets bei Rot-und Weißwein unmissverständlich transportiertund für noch stärkere Unverwechselbarkeit sorgen wird“, resümiert Willi Klinger, Geschäftsführer der Österreich Wein Marketing (ÖWM).

Drei Stufen, gebietstypische Rebsorten

Wie die Steiermark sowie das Kamp-, Krems-und Traisental setzt auch das im Osten von Wien gelegene, 906 Hektar Weinbaufläche umfassende Carnuntum künftig auf eine dreistufige DAC-Regelung: Gebietswein, Ortswein und Riedenwein. Der Sortenspiegel fokussiert auf die Paradesorten des Gebiets: bei den Weißweinen Chardonnay, Weißburgunder und Grüner Veltliner, bei den Rotweinen Zweigelt und Blaufränkisch. Reinsortige Carnuntum-DAC-Weine müssen ausschließlich aus diesen Sorten vinifiziert werden, Verschnitte zu mindestens zwei Dritteln. Das bedeutet, dass Cuvées auch bis zu einem Drittel andere Qualitätsweinrebsorten enthalten können –beim Rotwein etwa St. Laurent, Cabernet Sauvignon oder Merlot.

Geschmacksprofil

Mit charakterstarken Rotweinen und kraftvoll-strukturierten Weißweinen kann das Carnuntum schon seit einiger Zeit aufzeigen. Die neue DAC-Verordnung sieht vor, dass alle Weine der Geschmacksrichtung „trocken“ zu entsprechen haben und Rotweine zudem einen Alkoholgehalt von mindestens 12,0 % vol. aufweisen müssen. Darüber hinaus sollen Orts-und Riedenweine genügend Zeit für die Entwicklung ihres eigenständigen und ausdrucksstarken Charakters erhalten: Der Antrag zur Erlangung der staatlichen Prüfnummer darf bei Weißwein nicht vor dem 15. März und bei Rotwein nicht vor dem 1. November des auf die Ernte folgenden Jahres erfolgen.

Rubin Carnuntum bleibt bestehen.

Die etablierte Marke „Rubin Carnuntum“ bleibt parallel zur DAC-Verordnung bestehen und ist auch in Zukunft Garant für besonders gebietstypische Zweigelt-Weine.

 Was bedeutet DAC?

Districtus Austriae Controllatus (DAC) ist eine gesetzliche Herkunftsbezeichnung für gebietstypische Qualitätsweine aus Österreich. Wenn also auf einem Weinetikett derNamen eines Weinbaugebiets in Kombination mit „DAC“ steht, hat man einen für das Gebiettypischen Qualitätswein vor sich. Ein DAC-Wein darf nur aus den für dieses DAC-Gebiet festgelegten Rebsorten erzeugt werden und muss allen Vorgaben der vom jeweiligen Gebiet festgelegten Verordnung entsprechen. In Österreich gibt es derzeit 14 DAC-Weinbaugebiete. Weine, die den DAC-Anforderungen nicht entsprechen, tragen die Herkunft des jeweiligen Bundeslandes und sind Teil der Weinvielfalt auf dieser Herkunftsebene.


Die besten Weine der Steiermark 2019

Durch die Vielzahl engagierter Weinbaubetriebe ist es für Weinliebhaber immer schwieriger die Besten der Besten in den diversen Sorten- Kategorien herauszufiltern. So stellt auch heuer wieder die Landesweinbewertung, durchgeführt vom Referat Weinbau der Landeskammer für Land- und Forstwirtschaft in Steiermark eine garantiert unabhängige und aussagekräftige Qualitätsbewertung dar.

Für die heurige, 72. Bewertung wurden 2.003 Qualitätsweine in 18 Sorten-Kategorien eingereicht.

Tolle Erfolge unserer Weine bei der Landesweinbewertung:

  • Landesieger Morillon – Weingut Frauwallner mit Morillon 2018
  • Landessieger Vielfalt Rot – Weingut Platzer Tieschen mit Königsberg 2017
  • Landessieger Lagenweine Sauvignon – Weingut Frauwallner  mit Sauvignon blanc Buch 2017
  • Landessieger Prädikatswein – Weingut Domittner mit Gewürztraminer TBA 2017

Die blaue Wildbacher Traube

Die blaue Wildbacher Traube ist eine autochthone, alteingesessene rote Rebsorte, die speziell in der Weststeiermark vorkommt und auf ca. 600 ha angebaut wird.

Außerhalb der Steiermark findet man noch einige Hektar mit blauem Wildbacher in Norditalien. Die genaue Herkunft dieser Spezialität konnte noch nicht detailliert nachvollzogen werden. Fest steht, dass für die Namensgebung der Ort Wildbach südlich von Graz verantwortlich ist und eine nahe Verwandtschaft zur Rebsorte Blaufränkisch besteht. Ursprünglich dürften bereits die Kelten 400 vor Chr. im Gebiet der heutigen Steiermark Weine aus Vorfahren dieser Rebe produziert haben.

 

Berühmt geworden ist der Blaue Wildbacher vor allem durch die sehr begehrte Spezialität der Weststeiermark, den Schilcher.

Der original Schilcher ist ein blass-roséfarbener, leicht- bis mittelgewichtiger Wein, bei dem die pikante und rassige Säure des Blauen Wildbachers klar im Vordergrund steht und der jung und frisch getrunken werden sollte.

 

Damit die Farbe im Schilcher nicht zu intensiv rot wird, presst man - wie auch bei anderen Rosèweinen - die Maische ab (die roten Beerenschalen, die für die Farbe verantwortlich sind, werden vom gärenden Traubensaft getrennt), sobald der gewünschte rosa zwiebelfärbige Farbton erreicht ist. „Schilcher“ ist ein gesetzlich geschützter Begriff, der nur der Weinbauregion Steiermark vorbehalten ist. Rosèweine aus der blauen Wildbacher Traube , die aus dem ehemaligen Weinbaugebiet Weststeiermark (neu "Schilcherland DAC") stammen und über besondere Qualitätsmerkmale verfügen, dürfen seit 2018 unter der gebietstypischen Bezeichnung Schilcherland DAC verkauft werden.

 

Weitere Produkte, die aus der "Blauen Wildbachertraube"  gewonnen werden, sind  hochwertige, intensive und gerbstoffreiche Rotweine,  die meist unter dem Namen" Blaue Wildbacher rot" verkauft werden. Auch Süßweine wie Spätlesen, Eiswein bis hin zu Trockenbeerenauslesen finden aufgrund des filgranen Säurespiels in Verbindung mit Süße immer mehr Anerkennung. Besonders beliebt ist der Schilchersturm, der je nach Witterung ab Ende August angeboten wird. Auch hierbei wirkt die erfrischende Säure in Abstimmung mit der Fruchtigkeit als besonders trinkanimierend.

 

Weiters finden die Varianten Schilchersekt oder Schilcherfrizzante immer mehr Anhänger. Die Frische und die Säure der Blauen Wildbachertraube kommen der Veredelung zu Sekt und Frizzante sehr zugute. Ob als Aperitif oder zu Desserts mit Früchten oder Sorbets - ergeben die  sprudeligen Schilcherraritäten eine willkommene Erfrischung und einen kulinarischen Hochgenuss, der gerade an heißen Sommerabenden eine willkommene Abwechslung bereitet.


Eisenberg - eines der individuellsten Weinbaugebiete

Das idyllische Weinland Südburgenland, das seit 2009 unter dem Namen „Weinbaugebiet Eisenberg“ vermarktet wird, ist die ursprünglichste Weinlandschaft des Burgenlands.

 

Es erstreckt sich von Rechnitz im Norden bis nahe Güssing im Süden. Die welligen Hügel und zum Teil steilen Hänge erscheinen als eine Mischung aus pannonischen Eindrücken und einem Hauch Steiermark. Mit insgesamt 515 Hektar Rebfläche nimmt dieses kleine Weinbaugebiet nur weniger als 2% der österreichischen Gesamtrebfläche ein. Im äußerstem Süden rund um Heiligenbrunn und Moschendorf begegnet man dem »Uhudler«, einer besonderen Weinspezialität, die aus Direktträger-Hybriden gekeltert wird und mit ihrem Duft nach wilden Erdbeeren viele Liebhaber hat.

Die Besonderheit dieses Weinbaugebiets ist jedoch die Rebsorte Blaufränkisch, mit der etwas mehr als 150 ha bestockt sind. Derzeit produziert die kleine Anzahl von 46 Winzern eigenständige, gebietstypische Blaufränkische unter der Herkunftsbezeichnung „Eisenberg DAC“ und „Eisenberg DAC Reserve“. Die Weine rund um Eisenberg sind unverwechselbar, individuell, und bestechen durch ihre geschmackliche Vielfalt.

 

Verantwortlich dafür ist das pannonisch-illyrische Klima mit seinen heißen Tagen und kühlen Nächten, den vielen Sonnenstunden und die Mikroklimata in den einzelnen Lagen der Weingärten.

Die Weintrauben aus diesem Gebiet reifen meist um 14 Tage später als im restlichen Burgenland. Somit können die Trauben wesentlich länger am Stock verbleiben und entwickeln Weine mit optimaler physiologischer Reife, moderatem Alkoholgehalt und perfekt erhaltener Säure und Frische – ein Garant für gebietstypische, langlebige Weine. Ein weiterer wichtiger Bestandteil ist die Einzigartigkeit des Bodens, der für die Individualität der Eisenberger Weine die Hauptverantwortung übernimmt:
Grünschiefer, tiefgründiger Lehmboden, Sedimentgestein, Sand, Lehm, Ton und Kies mit  starkem Eisengehalt prägen das charakteristische Terroir. Das Ergebnis sind eigenständige bis eigenwillige Weine mit großen Ressourcen, die Lage, Boden und Klima perfekt widerspiegeln und zu den lagerfähigsten Weinen Österreichs zählen.

 

Dank der bedingungslosen Leidenschaft der Eisenberger Winzer und vor allem dem Generationswechsel und der  Disziplin der jungen Winzer rund um Deutsch Schützen ist es zu verdanken, dass hier heute Blaufränkisch-Weine produziert werden, die zu den ganz großen gebietstypischen Roten Österreichs zählen und  die mittlerweile auch international immer mehr Anerkennung gewinnen.

 

Wenn man die besondere Stimmung des Südburgenlandes fernab der überlaufenen Weinzentren und die Individualität der Eisenberger Weine erleben möchte, bietet sich der Weinfrühling Südburgenland vom 4. - 5 Mai 2019.

 


Spargel und wein, die  ideale  Ergänzung

Der Begriff »Spargelwein« wurde in den letzten Jahren immer populärer.

Kaum ein Supermarkt und oder Restaurant, ergreift nicht die Gelegenheit mit einigem Werbeaufwand sogenannte „Spargelweine“ anbieten.

 

Aber dabei ist Vorsicht geboten: Meist werden leichte trockene Weißweine des neuen Jahrgangs angeboten, die oft nicht sehr ausdrucksstark sind. Zum Großteil der Spargelrezepte passen gerade diese Wein kaum.

 

Der Spargel, ob Grün oder Weiss, verlangt nach charakteristischen Weinen, wobei körperreiche und auch gereifte Produkte den Genuss des frisch gestochenen Spargels erhöhen. Die Wahl der richtigen Weinkategorie hängt jedoch vor allem von der Zubereitungsart ab. Die richtige Abstimmung von Spargel und Wein sind eine der komplexesten, lohnensten Genüsse in der Kulinarik. Weine, die als Spargelbegleiter eine gute Figur machen, müssen sowohl die geschmacklichen Besonderheiten des Spargels als auch die zum Spargel gereichten Zutaten und Saucen angenehm begleiten können.

Die aromatische und geschmackliche Intensität des Spargels ist abhängig von seiner Farbe. In Österreich dominiert der weiße Spargel den Markt. Von allen Sorten schmeckt weisser Spargel am mildesten und dezentesten. Er wächst bis zur Ernte vollständig unterirdisch und wird erst gestochen, wenn seine Spitze die Erdkruste leicht anhebt.

Violetter Spargel ist etwas ausdrucksstärker, reicht aber bei weitem nicht an die würzige Intensität von grünen Spargel heran. Dieser wächst überirdisch, wodurch die Stangen so viel Licht bekommen, dass sie sich vollständig grün färben. Sie sind in der Regel dünner als die weißen Stangen und reicher an Vitamin C. Gute Spargelbegleiter sind in aller Regel um trockene Weißweine – vollmundig, nicht zu leicht, aber auch nicht zu alkoholreich. Ein Wein mit zwei, drei Jahren Reife ist einem Jungwein gegenüber zu bevorzugen. Die Säure darf nicht zu vordergründig sein.

Auf Bier, Rotweine und Weißweine aus dem Barriquefass als Begleiter reiner Spargelgerichten sollt man eher verzichten. Das gleiche gilt für säurebetonte Weißweine, denn die Bitternoten des Spargels vertragen sich nicht mit sauren und bitteren Geschmackskomponenten.

Ideale Begleiter für Spargel sind zum Beispiel mittelstrukturierte etwas gereiftere Grüner Veltliner, Burgunder Weine, Sauvignon blanc oder Raritäten aus der Thermenregion wie Zierfandler und Rotgipfler, sowie Neuburger und Roter Veltliner. Auch der Wiener Gemischte Satz, nicht zu kräftig, gehört ebenfalls zu den Spargelgeheimtipps.

 

Mehr Infos zu Spargelrezepten und den passsenden Weine finden sie unter: https://www.oesterreichwein.at/spargelwein/

 


Olivenöl

Olivenöl ist ein Pflanzenöl, das aus dem Fruchtfleisch und den Kernen von unreifen oder reifen Oliven gewonnen wird. Der Olivenbaum ist vor allem im Mittelmeerraum verbreitet, wächst meist Hand in Hand neben Weingärten und ist seit mehr als 5500 Jahren ein wichtiges Kulturgut und das zentrale Element der mediterranen Küche.

 

Jedoch Olivenöl ist nicht gleich Olivenöl:

 Allgemein unterscheidet man zwischen raffiniertem und kaltgepresstem Öl. Bei raffinierten Ölen findet die Pressung der Oliven bei Temperaturen von über 100° C statt, wodurch die Ölausbeute bei diesem Verfahren wesentlich größer und kostengünstiger als bei der Kaltpressung ist. Durch die hohen Temperaturen bei diesem Herstellungsprozess gehen jedoch viele Vitamine, Aroma- und Farbstoffe verloren und es bleibt schlussendlich ein raffiniertes Öl mit nur wenigen Begleitstoffen übrig.

 

 Europaweit gilt eine mehrstufige Qualitätsbezeichnung, wobei „extra vergine“ bzw. „natives Olivenöl extra“ die höchste Stufe ist. Bei diesen Qualitätsstufen handelt es sich immer um ein kaltgepresstes (20 bis 27C), reines Naturprodukt, das sensorisch fehlerfrei ist. Seit Menschengedenken gilt kaltgepresstes Olivenöl als sehr gesund. Ein hochwertiges Extra Vergine enthält im Vergleich zu einem „normalen“ Olivenöl die bis zu zehnfache Menge an Polyphenole, Chlorophyll, die Vitamine A und E, sowie Carotinoide, die antioxidativ wirken und das Immunsystem stärken. Ein weiterer wichtiger Bestandteil sind die ca. 75 % einfach ungesättigten Omega-9-Fettsäuren, die helfen, das LDL-Cholesterin zu senken und somit das Herz-Kreislauf-System zu schützen.

 

Der Charakter von hochwertigem Olivenöl nativ extra ist eine gewisse Fruchtigkeit, die an frisch geschnittenes Gras, grüne Tomaten, Äpfel, Mandeln, Artischocken, Beerenobst und mediterrane Kräuter erinnert und dessen Abgang eine leichte Bitterkeit und Schärfe prägen. Hochwertiges Olivenöl ist sehr empfindlich und sollte möglichst lichtgeschützt und hermetisch verschlossen an einem kühlen Ort aufbewahrt werden. Unter dem Einfluss des Luftsauerstoffs altert es schnell.

 

Allgemein ist kaltgepresstes Olivenöl aufgrund der vielen positiven Inhaltsstoffe gegenüber Hitze hochempfindlich und sollte somit vorwiegend für kalte Speisen oder zum Kurzbraten/Dünsten bei niedrigen Temperaturen verwendet werden. Bei einer Temperatur über 180°C können aus den wertvollen Inhaltsstoffen giftige Verbindungen wie Acrylamid entstehen, die gesundheitsschädigend und krebserregend sind.

 

Olivenöl zählt zu den am häufigsten gefälschten Lebensmitteln. Experten gehen davon aus, dass bis zu 90% der als "Olivenöl nativ extra" verkauften Produkte nicht der höchsten Qualitätsstufe entsprechen und bestenfalls nativ (2. Kategorie) sind. Gute und authentische Olivenöle sind rar. Man sollte daher beim Kauf besonders auf die korrekte Auszeichnung und Herkunft am Etikett achten oder Öle direkt beim Produzenten oder im vertrauten Fachhandel kaufen.

 


Neu im Sortiment - RIEsling aus Deutschland

Deutsche Rieslinge zählen zu den besten Rieslingen weltweit.

Gerade das Gebiet Rheingau zwischen Wiesbaden und Rüdesheim ist prädestiniert für feine, elegante Rieslinge in allen Ausbauvariationen, zu einem äußerst fairen Preis/Leistungsverhältnis. Nach mehreren Vergleichsverkostungen und Winzerbesuchen haben wir uns entschlossen, zwei sehr aufstrebende Weingüter aus diesem Gebiet zu importieren:

Villa Gutenberg - Oestrich Winkel - zum Weingut

Im Herzen des Rheingaus unterhalb von Schloss Johannisberg direkt am Rhein inmitten üppiger Weinberge liegt die Villa Gutenberg. "Der Tradition verbunden, in der Gegenwart verwurzelt, der Zukunft verantwortlich" – fühlt sich die Winzerfamilie Andrea und Richard Nägler mit Leidenschaft ihrer Heimat und dem Weinbau verpflichtet. In den besten Lagen auf 23 ha Weinbergen zwischen Oestrich und Rüdesheim vinifiziert Richard Nägler kraftvolle und zugleich filigrane Weine mit großem Lagerpotenzial.

Weingut Dillmann / Geisenheim - zum Weingut

Zwischen Schloss Johannisberg und dem Niederwald-Denkmal, mit einem herrlichen Blick über das Rheintal, liegt das 9,5 ha große, familiengeführte Weingut in Geisenheim. Aus dem Hobby-Weinbau von Karlo Dillmann in den 80er Jahren wurde 2014 ein Vollerwerbsbetrieb mit einer stetigen Weiterentwicklung in Bezug auf Betriebsgröße, Rebsorten und Qualität der Weine.

Mittlerweile führt Marcel Dillmann, Winzer & Techniker für Weinbau und Oenologie, die Regie im Keller und in den Weinbergen. Angestrebtes Ziel von Marcel sind Charakterweine in Spitzenqualität im Einklang mit der Natur und der damit verbundenen Nachhaltigkeit.

 Unser Empfehlung: ein sehr terroirbetonter Riesling trocken 2017- Lage Rüdesheimer Berg Rottland


A new wine is born – Schweigers Rot

Gemeinsam mit Marcel Lindeman vom Hotel Hechl in Tauplitz und Roland Tritscher vom Hotel Kobaldhof in der Ramsau haben wir in Kooperation mit dem Göttlesbrunner Winzer Meinrad Markowitsch in einem Gemeinschaftsprojekt ein eigenes Cuvee aus 80%Zweigelt, 15%Merlot und 5% Cabernet Sauvignon kreiert.

Die limitierte Exklusiveabfüllung ist ab Spätherbst als „Cuvee Marcel“ im Hotel Hechl, als „Exklusivcuvee Kobaldhof“ im Hotel Kobaldhof und als „SCHWEIGERS ROT“ in Schweigers Weingreißlerei erhältlich.

 


STIN gin gewinnt world spirit award

Zwei waschechte Steirer und eine gemeinsame Mission – die Herstellung von feinstem, steirischen Gin. Die beiden Destillateure und Produzenten Johannes Firmenich und Reinhard Jagerhofer mussten einige Niederlagen einstecken. Nach zwei Jahren voller Ups and Downs und unzähligen Versuchen war er dann geboren: der Styrian dry Gin, kurz STIN. Brand Ambassador und spirituosenliebender World Class Bartender Philipp M. Ernst ist es eine Freude den STIN in die Welt zu tragen.

 

Die feinen Aromen und den würzig-frischen Geruch erhält der Gin durch die sorgfältige Auswahl von 28 Botanicals. Neben dem Wacholder, der dem Gin seinen kräftigen Geschmack gibt, finden sich auch Aromen von Zitrus- und Orangenfrüchten, südsteirischen Äpfeln und oststeirischem Holunder – also durch und durch steirisch!

 

Durch die Beigabe von Ingwer und feinen Gewürzen wie Koriander und Kümmel erhält der STIN seinen facettenreichen Geschmack, der eingefleischte Ginfans aber auch all jene, die es noch werden wollen, begeistert. Aufgrund von seiner feinen Struktur ist der STIN eine perfekte Basis für Cocktails und Longdrinks aber auch pur auf Eis ist er wahrlich ein Genuss!

 

Beim Wolrd Spirit Award 2018 gewinnen Sie  Double-Gold & Spirits of the Year.


DAC Steiermark

Die Steiermark erhält mit dem Weinjahrgang 2018 ein neues Herkunftssystem und wird sich mit dieser Ernte in die drei steirischen Weinbaugebiete - Südsteiermark, Vulkanland Steiermark und Weststeiermark DAC - gliedern. Mit diesen Gebieten steigt die Zahl der DACs in Österreich auf 13.

 Die Bezeichnung "Districtus Austriae Controllatus", kurz DAC, wird von regionalen Weinkomitees an jene Weine vergeben, die ihre Herkunftsregion in unverkennbarer Weise repräsentieren. Bei allen bisherigen DAC Gebieten stand das gebietstypische Sortenmarketing im Blickpunkt. Als erstes DAC Gebiet steht zum Beispiel der „Weinviertel DAC“ ausschließlich für Sorten- und gebietstypischen Grünen Veltliner, beim „Mittelburgenland DAC“ hingegen ist die zugelassene Rebsorte der Blaufränkisch. Bei den drei neuen steirischen DAC Gebieten wird erstmals nicht die Rebsorte, sondern Herkunft und Lage im Vordergrund stehen. Die Verantwortungsträger der steirischen Weinwirtschaft zogen aus diesem Grund in den letzten Monaten an einem Strang und feilten in einem intensiven Prozess an einem eigenen steirischen DAC-System:

Das Ergebnis ist eine dreistufige Herkunftspyramide, die sich in

Gebietsweine

Ortsweine und

Riedenweine gliedert, wobei aber die traditionelle Rebsortenvielfalt erhalten bleibt.

Hierfür zugelassene Rebsorten sind Welschriesling, Weißburgunder, Morillon, Grauburgunder, Riesling, Gelber Muskateller, Sauvignon Blanc, Traminer und Schilcher, sowie Cuvées aus diesen Sorten. Alle Weine mit der Bezeichnung „Gebietsweine“ müssen aus einem DAC-Weinbaugebiet kommen und dürfen ab 1. März des Folgejahres [Ausnahme Welschriesling und Schilcher ab 1. Dezember] verkauft werden. Sie stehen für die Vielfalt der Gebiete. Steht zukünftig auf dem Etikett „Orts- oder Riedenwein“, so dürfen diese frühestens ab 1. Mai des Folgejahres auf den Markt gebracht werden, damit die Weine genügend Zeit zur Entwicklung ihres herkunftstypischen Charakters erhalten und ihr Potenzial voll entfalten können.

„Ortsweine“ sollten lokale, gebietstypische Weine repräsentieren. „Riedenweine“ hingegen dürfen ausschließlich aus einer festgelegten Lage /Riede gelesen werden und sollen für den Ausdruck und das Potenzial der besten Weine stehen. All jene Weine, die nicht in das DAC-System passen, wo auch keine Fülltermine berücksichtigt sind, gelangen als „Wein aus der Steiermark“ auf den Markt. Für uns Konsumenten bietet die neue Herkunftspyramide eine gut strukturierte Übersicht,

die bereits am Etikett erkennen lässt, was uns an Geschmack, Haltbarkeit und Stilistik her bei diesem Wein erwartet.

Das neue Herkunftssystem DAC gibt zudem international die Möglichkeit, wertvolle Lagen für steirische Weine noch deutlicher zu positionieren und somit die derzeitigen internationalen Spitzenerfolge der steirischen Weine für die Zukunft zu festigen.

 


GIN, DAS Trendgetränk

Der Wacholderschnaps Gin war bis vor einigen Jahren noch eine sehr einfache Spirituose, die hauptsächlich als Mischpartner für Tonic diente. Mittlerweile zählt er zu den Trendgetränken und wird in einer Vielfalt angeboten wie kaum ein anderes Destillat.

Gin wurde Mitte des 17.Jahrhunderts vom holländischen Arzt Franiscus Sylvius de la Boe als Medizin kreiert, bei der Wacholderbeeren und andere Kräuter in Alkohol eingelegt wurden, um Bauchschmerzen und Koliken zu lindern. Sein Wacholderschnaps (Genever) beruhigte jedoch nicht nur den Magen, sondern wurde innerhalb kurzer Zeit zu einer begehrten Spirituose, die bald kommerziell produziert wurde und von England aus unter dem Namen „Gin“ ihren Erfolgslauf nahm.

Allgemein ist Gin ein klarer Branntwein, der auf Basis von hochprozentigem Neutralalkohol hergestellt wird und dem natürliche Aromastoffe (Botanicals) beigefügt werden. Es gibt zur Aromatisierung zwei Destillationsverfahren, die hintereinander oder gleichzeitig angewendet werden. Entweder werden die Alkoholdämpfe direkt über die Gewürze geleitet, wobei sie die Aromen mitnehmen oder die Gewürze werden in den Rohalkohol eingelegt und mit diesem destilliert. Meist dominieren die Wacholderbeeren den Geschmack, der zusätzlich von natürlichen Aromastoffen aus herben Kräutern, vollmundigen Gewürzen und Wurzeln unterstützt und verfeinert wird.

Neben den Wacholderbeeren, die im Gin enthalten sein müssen, sind Orangen- und Zitronenschalen, Koriandersamen, Zimt, Kümmel und Lakritze besonders beliebte Zusatzstoffe. Weitere Geschmacksgeber sind Rosmarin, Ingwer, verschiedene Alpenkräuter und unzählige natürliche Aromastoffe. Insgesamt können bei der Gin-Herstellung etwa 120 verschiedene Zutaten als Aromen und Wirkstoffe zum Einsatz kommen. Die Vielzahl und Zusammenstellung der Botanicals sind ein gut gehütetes Geheimnis eines jeden Herstellers und bestimmen die Feinheit und den Charakter des Gins. Mittlerweile wird Gin nicht nur als Mixgetränk für Cocktails verwendet, sondern aufgrund der stetig steigenden Qualität und der individuellen Geschmacksrichtungen auch immer öfter pur genossen. Bei der klassischen Variante „Gin mit Tonic“ sollte man auch unterschiedliche Tonics pur probieren und so seinen Favoriten finden. Da Tonic etwa 3/4 des Drinks ausmachen, ist dabei die Qualität und die persönlich bevorzugte Geschmacksrichtung besonders wichtig.

Gin hat sich in den letzten Jahren zu einer Spirituose von besonderer Eleganz und Raffinesse entwickelt. Hochwertige Gins schmecken erfrischend anders, überraschen mit jedem Schluck und können gerade in Verbindung mit dem richtigen Tonic zu einem besonderen Geschmackserlebnis werden.


Exklusiv für Österreich - Craftbeer Import aus Italien

Das Craftbier La Morosina wird in der Nähe der Via Mercatorum, einer römischen Straße, die den Comer See mit Pavia verbindet, gebraut. Der Bauernhof Cascina Morosina wurde im Jahr 1600 als eine der ersten Siedlungen in der Auenlandschaft des Ticino gegründet. 

Das Besondere an dem Bier ist der Anbau aller Zutaten direkt am Hof. Aus der Gerste und dem Weizen wird das eigene Malz erzeugt und der besondere Hopfen gibt den einzigartigen Charakter von La Morosina.  Aus dem hauseigenen Brunnen San Carlo wird das Quellwasser  entnommen.

Von dem außergewöhnlichen Bier werden nur 2000 Hektoliter im Jahr gebraut. Es gibt drei Sorten:  Rossa- das dunkle, Bionda – das helle und ein Weizen, jedes für sich hat einen eigenen Charakter. Wir führen das Bier einer 0,75 Liter Flasche.

Zur Website La Morosina


Was ist CraftbEer?

Der Begriff „Craft Beer“ ist in aller Munde. Er steht für Biere aus kleinen, unabhängigen Brauereien, die in der letzten Zeit immer mehr Anhänger finden.

Entstanden ist CRAFT als Gegenbewegung zu den in den 80er Jahren in den USA groß gewordenen Braukonzernen , die industrielles Bier im großen Stil produzieren und darauf bedacht sind, geschmacklich konstant zu bleiben und möglichst wenig von der „Norm“ abzuweichen.

 

Im Grunde handelt es sich bei Craft Beer um handwerklich gebrautes Bier von Kleinbrauereien, die besondere Charakterzüge aufweisen:

Im Vordergrund steht eine eigenständige Bierphilosophie, bei der qualitativ hochwertige Roh- und Inhaltsstoffe, sowie die handwerkliche Braukunst eine große Rolle spielen. Ausselektierte Aromahopfensorten mit alternativen Zutaten, wie zum Beispiel Kaffeebohnen, Kakaobohnen oder Orangenschalen und die daraus resultierenden unkonventionellen Geschmacksrichtungen prägen die Charaktereigenschaften von Craft Bieren. Weiters steht das Wiederbeleben alter Brau-Traditionen im Mittelpunkt.

Tradition und Weiterentwicklung sind für Craft -Bierbrauer kein Widerspruch, im Gegenteil: Die Tradition des Bieres wird nicht nur bewahrt, sondern auch weiterentwickelt.

 

Craft Bier ist kein spezieller Bierstil.

So können auch klassische Bierstile, wie zum Beispiel das Pilsener, ein Märzen- oder ein Weizenbier unter die Kategorie "Craft" fallen, sofern sie hochwertig und nicht industriell produziert werden. Die wichtigsten Craft- Bierstile sind die malzig und nach Kaffee und Schokolade schmeckenden  "Porter" und "Stout Biere", oder das hopfenbetonte, obergärige, ursprünglich aus England stammende "Pale Ale". Immer mehr Beliebtheit gewinnt der „India Pale Ale“ Typ - ein mindestens doppelt gehopftes Bier, bei dem das Aroma, der Geruch und der Geschmack vom Hopfen dominieren. Darüber hinaus gibt es mutige, kreative und individuelle Bierstile, bei dem Zutaten wie Kräuter und Gewürze, Orangenschalen, Maroni, Koriandersaat, aber auch frische Früchte verwendet werden.

 

Zwei Tipps für Ihren genussvollen Craftbeergenuss in den Sommermonaten:

Craftbeer sollte nie zu kalt getrunken werden. Gewisse Aromen entfalten sich erst bei Temperaturen zwischen  8° und  14°C. Grundsätzlich gilt: Je mehr Alkohol, desto wärmer sollte das Bier sein. Ein komplexes Bier aus einem „normalen“ Glas zu trinken, macht keinen Spaß. Mittlerweile gibt es speziell kreierte Craftbeer-Gläser, die je nach Biertyp das Geschmacksempfinden verstärken sollen.

 

Ich persönlich bevorzuge einfachheitshalber Weingläser - je kräftiger das Bier, desto größer das Glas.


Frauwallner "Weingut des Jahres" 2018

Das "Weingut des Jahres" ist und bleibt in Straden! Bei der größten Weinkost der Steiermark wurden in der Seifenfabrik Graz insgesamt 18 Landessieger und ein "Weingut des Jahres" gekürt.

An der Spitze nichts Neues: Zum dritten Mal und zum zweiten Mal in Folge haben sich Walter und Petra Frauwallner aus Straden den Gesamtsieg bei der Landesweinkost und somit den begehrten Titel „Weingut des Jahres“ geholt, beim Zweigelt und „Rotwein Vielfalt“ schaffte man zudem einen Doppel-Landessieg.

Im Finale hatten sie sich heuer gegen den Weinhof Leitner (Ilztal), Weinhof Ulrich(St. Anna/ Aigen), Weingut GrabinLabuttendorf, Weingut Schmölzer (St. Andrä-Höch) und Weingut Schilcherei Jöbstl (Wies) durchgesetzt und erreichten die höchste Punkteanzahl aller ins Finale gekommener Betriebe.

Zum Bericht der Kleinen Zeitung


Die perfekte Trinktemperatur für Wein?

Wie ein Wein schmeckt, hängt sehr von der Temperatur ab.

Wer gerade jetzt im Sommer ein Glas Weißwein für einige Zeit in der Sonne stehen lässt, wird wenig Freude beim anschließenden Trinken verspüren. Hingegen gehen beim Rotwein frisch aus dem Kühlschrank viele positive Geschmackseindrücke verloren. Wer die Charaktereigenschaften des Weins in vollen Zügen genießen möchte, sollte sich deshalb an einige erprobte Regeln halten:

 

Allgemein gilt, je leichter ein Wein ist, umso kühler muss er sein. Schwerer Wein wird dagegen wärmer getrunken. Weißweine, Roséweine, süße Weine und Schaumweine aller Art werden grundsätzlich gut gekühlt getrunken. Ein junger, trockener Weißwein schmeckt am besten bei 9 bis 11°C. . Würzige und aromatische Weißweinsorten wie Sauvignon Blanc und Gewürztraminer vertragen auch Temperaturen zwischen 10 und 12°C. Halbtrockene und Weine mit viel Restsüße dagegen schmecken am besten bei einer Temperatur von 12 bis 14°C. . Die ideale Temperatur für Prosecco, Champagner und alle anderen schäumenden Produkte dagegen liegt bei 6 bis 7 Grad Celsius.

Anders ist es beim Rotwein:

Eine alte Faustregel, die leider noch immer all zu oft angewendet wird, ist, Rotweine bei Zimmertemperatur zu servieren.

Diese Regel stammt jedoch aus Zeiten, als kaum eine Wohnung eine Zentralheizung hatte und es auch im Sommer eher kühl in den Räumen war. Serviert man Weine zu warm, steigt der Alkohol auf, sie wirken scharf und verlieren an Frucht. Deshalb sollten kraftvolle, schwere Weine mit höchstens 19°C serviert werden, während bei den meisten anderen Rotweinen die perfekte Trinktemperatur  zwischen 16 und 18°C liegt.

Leichtere Weine vertragen auch niedrigere Temperaturen zwischen 14 und 16°C. Bei jungen, frisch fruchtigen Rotweinen mit wenig Alkohol und Roséweinen findet man  bei Temperaturen zwischen 12 bis 14 °C den größten Genuss. Generell ist es sinnvoll, wenn man Weinflaschen etwas kühler als zu warm serviert. Ideal ist eine Serviertemperatur bis zu 2° C. unter der Trinltemperatur. Denn beriets beim einschenken ins Glas erwärmt sich der Wein je nach Umgebungstemperatur um 1 bis 2° C.

Mein Tipp für unvorbereitete Besuche, wenn man kurzfristig kalten Wein benötigt:

Zum schnellen Kühlen stellt man die Flasche in ein Gefäß oder Sektkübel und gibt jeweils zur Hälfte Eis und kaltes Wasser, sowie Salz dazu. Das Salz taut das Eis rasch auf und die Flasche wird schneller gekühlt.

 


Rosalia: aus Großlage wird DAC-Gebiet

Die ehemalige Großlage „Rosalia“ südlich des Leithagebirges wird zu Österreichs nächstem DAC-Weinbaugebiet. Auf 297 ha Rebfläche entstehen im politischen Bezirk Mattersburg künftig regionstypische „Rosalia DAC“- und „Rosalia DAC Reserve“-Rotweine sowie eigenständige Rosé-Weine unter der Bezeichnung „Rosalia DAC Rosé“.

Rosaila DAC und Rosalia DAC Reserve

Die gebietstypischen Rebsorten Blaufränkisch und Zweigelt dürfen auf Basis der nun unterzeichneten DAC-Verordnung rückwirkend ab dem Jahrgang 2017 reinsortig zu Rosalia DAC vinifiziert werden, sofern die Weine einen Alkoholgehalt von mindestens 12 % vol. sowie einen Restzuckergehalt von höchstens 4 g/l aufweisen. Der Ausbau muss im Stahltank oder Holzfass erfolgen, die Weine sollen ein vielschichtiges und regionstypisches Bukett sowie einen finessenreichen, fruchtigen und würzigen Geschmack aufweisen.

Erst ab der Stufe Rosalia DAC Reserve ist die Angabe einer Riede auf dem Etikett zulässig. Betreffend Alkoholgehalt gelten hier die allgemeinen gesetzlichen Bestimmungen für die Bezeichnung „Reserve“, er muss also mindestens 13 % vol. betragen.

Rosalia DAC Rose

Die zweite Kategorie der Verordnung bildet Rosalia DAC Rosé. Dieser muss aus einer oder mehreren roten Qualitätsweinrebsorten vinifiziert werden. Die Angabe einer Rebsorte auf dem Etikett ist nicht erlaubt, jedoch jene einer Riedenbezeichnung. Trocken im Stahltank oder Holzfass ausgebaut, ist Rosalia DAC Rosé durch sein Bukett nach roten Beeren und einen frischen, fruchtigen und würzigen Geschmack charakterisiert.

Das Weinbaugebiet

Das Weinbaugebiet Rosalia verdankt seinen Namen dem Rosaliengebirge, das sich an der niederösterreichisch-burgenländischen Landesgrenze auf bis zu 750 m erhebt. Durch das pannonische Klima in Kombination mit fruchtbaren Braunerdeböden auf Lössuntergrund ist die Rosalia prädestiniert für den Anbau von Blaufränkisch und Zweigelt.

Mehr Info

 


Wein und Glyphosat

Das derzeit viel diskutierte und nicht unumstrittene Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat  ist ein Herbizid, das verwendet wird, um Unkraut schnell und kostengünstig zu beseitigen.

 

Das 1974 vom Chemieriesen Monsanto patentierte Breitbandherbizid  wurde und wird trotz nachweislicher gesundheitlicher Restrisiken  noch immer in vielen Bereichen der Landwirtschaft - Felder werden vor der Aussaat vom Unkraut befreit, ... -  eingesetzt.

 

Trotz unzähliger Studien, wonach Glyphosat als  krebserregend verdächtigt wird und nachweislich das Bodenleben im eingesetzten Bereich negativ beeinflusst, konnte sich die EU bis jetzt nicht durchringen, dieses Präparat zu verbieten. Mit Jahresende 2017 sollte laut eines EU-Beschlusses vom Juni 2016 die Einstellung des Verkaufs stattfinden. Nach derzeitigem Stand ist jedoch auf Druck von 14 EU-Ländern und der Vermutung, dass das Lobbying der Pharmakonzerne auf Hochtouren läuft, wiederum eine Verlängerung der Zulassung für 5-10 Jahre geplant. Auch im Weinbau spielen Herbizide wie Glyphosat  eine nicht unwesentliche Rolle. Herbizide werden eingesetzt, um das Unkraut zwischen den Rebstöcken zu beseitigen. Wenn man  im Frühsommer Weingärten betrachtet, sieht man als Folge dessen oft die brauen Streifen zwischen den Rebstöcken.

 

Ursprünglich wurde der Einsatz von Unkrautvernichtungsmittel so argumentiert, dass beim mechanischen Beseitigen von Unkraut die Rebstöcke zum Teil verletzt würden, und der gezielte Einsatz von Herbiziden rasch von der Natur abgebaut werde und es keine Rückstände im Boden, in den Trauben und folglich im Wein gebe. Unzählige Studien und Erfahrungen, gerade im biologischen Weinbau, wo das Verwenden von Herbiziden ausnahmslos untersagt ist, belegen jedoch mittlerweile das Gegenteil. Herbizid wirkt sich nach neuesten Studien nachteilig auf das Wurzelsystem aus und fördert Pilzkrankheiten, die wiederum  mit Chemie bekämpft werden müssen. Das Bodenleben und wertvolle Kleinorganismen werden in Mitleidenschaft gezogen. Ein weiteres, in Winzerkreisen offen diskutiertes Problem, sind Gärproblem der Trauben von Glysophat behandelten Rebstöcken. Eine spontane Vergärung der Weine ohne Unterstützung von Reinzuchthefen ist meist nicht möglich, was wiederum den individuellen Touch der Weine vermissen lässt. Erfahrungen zeigen, dass Unkraut auf völlig natürliche Weise beseitigt werden kann und der Einsatz von Chemie alles andere als notwendig ist. Sollte sich die EU nicht gegen den Chemielobbyismus und den ungehinderten Wettbewerb von Großagrarbetrieben und Industriewinzern durchsetzen und es zu keinem Glyphosatverbot kommen, ist ein kritisches  Konsumentenverhalten mehr  denn je gefragt.

 

Im Interesse der Umwelt, unserer Kinder und nicht letztlich uns selbst, sollten Wein und alle anderen Agrarprodukte, die nachhaltig und fair produziert werden, bevorzugt werden.

 


Der Klimawandel und seine Folgen für den Weinbau

Die Vorhersagen sind deutlich. Es wird wärmer in Europa. Die Temperatur wird sich laut aktuellen wissenschaftlichen Prognosen bis zum Ende des Jahrhunderts um 1,5° C im Mittelmeerraum und bis zu 4° C in Nordeuropa erhöhen. Welche Auswirkungen hat diese Klimaveränderung für den Weinbau?

 

Allgemein wachsen Weintrauben, die zur Weinbereitung geeignet sind, in der nördlichen Halbkugel zwischen 30. und 50. Breitengrad, in der südlichen zwischen dem 30. und 40. Breitengrad. Wichtig dabei ist, dass während der Wachstumsphase eine Mitteltemperatur von 13 - 17°C für Weißweine und 17- 19°C für Rotweine herrscht. In den wärmeren, südlicheren Gebieten unserer Halbkugel werden deshalb vor allem Rotweine angebaut, die gemäßigten nördlichen Gebiete, wie z. Bsp. Österreich, sind prädestinierte Weißweingebiete. Ein weiteres Kriterium sind ausreichende, auf das Jahr verteilte Niederschläge.

 

Die Temperaturerhöhung in den letzten 50 Jahren in Mitteleuropa macht sich bereits deutlich bemerkbar. Klimatische Auswirkungen sind etwa Spätfröste, extreme Hitze und Starkregen mit Hagel. Die meisten Rebsorten in Mitteleuropa treiben durch den Klimawandel derzeit etwa zwei Wochen früher als sonst aus und sind somit durch Spätfröste ab Mitte April besonders gefährdet. Ein aktuelles Beispiel sind die heurigen Frostschäden in der Steiermark und ein daraus resultierender Ernteverlust von mehr als 60%.

 

Da Rebneupflanzungen eine Investition über mehrere Jahrzehnte sind, stricken bereits viele Winzer an Konzepten, wie man mit der zu erwartenden Klimaveränderung umgehen kann. Wo früher Weißweine angepflanzt wurden, greift man jetzt vermehrt zu Rotweinen. Man bevorzugt spätreifende Rebsorten. Eine weitere Alternative ist etwa die Ausrichtung in sonnenärmere Himmelsrichtungen oder die Anpflanzung in höheren Lagen.

 

 Modellrechnungen für beide Hemisphären zeigen bis zur Jahrhundertwende eine deutliche Verschiebung der Grenzen für lohnenden Weinanbau. Je nach Szenario verschieben sich demnach Weinbauregionen um 150-300 km gegenüber heute polwärts. Zu den Verlieren dieses Klimawandels zählen die südlichen Weinbauregionen (Südspanien, Süditalien), wo in 50 Jahren bei gleichbleibender Entwicklung wohl kaum noch trinkanimierende Weine produziert werden können.

 

ewinner sind definitiv die nördlicher liegenden Regionen. Norddeutschland, Dänemark, Großbritannnien und vielleicht unser Ennstal könnten gute Investitionen für zukünftige Weißweingebiete sein. Österreich wird sich mit großer Wahrscheinlichkeit  vom Weißweinland zur Rotweininsel entwickeln und könnte vielleicht die Rolle des Prämiumrotweingebietes Bordeaux übernehmen. Wer weiß…….


Österreich auf dem Weg zum Bioweinland

Der allgemeine Trend zu biologischen, nachhaltigen Lebensmittel ist auch beim Genussmittel Wein nicht mehr aufzuhalten. Der Weinbau zählte bis in die 80er Jahre zu den größten Abnehmern von chemisch synthetischen Kunstdüngern und konventionelle hochdosierte Spritzmittel in der gesamten Landwirtschaft. Herkömmlich produzierte Weine entpuppten sich bei Schadstoffanalysen als wahre Chemiekeulen. Erst durch dementsprechende Aufklärung, einen immer höher werdenden  Ausbildungsstandard der Winzer und dem Bewusstsein, dass durch hochgiftige Spritzmittel und Kunstdünger kontaminierte Böden auf Dauer keine Qualitätsstandard gehalten werden kann, erfolgte ein großflächiges Umdenken.

 

Durch die Einführung von ( IP ) "Integrierten Weinbau" wurde eine Produktionsmethode für die wirtschaftliche Erzeugung von qualitativ hochwertigen Trauben, Wein und anderen Traubenprodukten geschaffen. Der Schutz der menschlichen Gesundheit, die Schonung der Produktionsgrundlagen und der Umwelt steht seitdem im Vordergrund. Durch die Gesamtbetrachtung des Agro-Ökosystems im Weingarten wurden alle Pflegemaßnahmen mit einbezogen. Dreiviertel der österreichischen Weinbaufläche werden mittlerweile nach den Grundlagen der integrierten Produktion bewirtschaftet.

 

Trotz der hohen Umweltstandards zur IP gewinnt der biologische Weinbau immer mehr an Bedeutung.Österreich zählt international mit fast 5000 ha biologischer Rebfläche ( mehr als 10 % der Gesamtrebfläche) zum international führenden Bioweinland. Zu den wichtigsten Merkmalen beim biologischen Weinbau gehören der Verzicht auf chemisch-synthetische Kunstdünger, Insektizide, Pestizide und kein Einsatz von Herbizide zur Bodenpflege.Trotz wesentlich höheren Arbeitseinsatz, geringeren Erträgen und größerem Risiko zu Ernteausfällen entscheiden sich immer mehr Winzer zu dieser nachhaltigen Produktionsmethode.

 

Die Motive der Winzer dafür sind Förderung der Gesundheit und Fruchtbarkeit der Böden und des Stoffkreislaufes, Schonung der Umwelt, Unabhängigkeit von Chemiekonzernen und vor allem Abhärtung und folglich mehr Widerstandsfähigkeit der Reben.  Weiteres sind durch die fehlende Unterstützung von Dünger und Spritzmittel die Reben aufgefordert, tiefer zu wurzeln. Die so produzierten Trauben wiederspiegeln somit bei dementsprechender Ertragsbeschränkung mehr den Charakter des Terroirs und Bodens. Das Ergebnis sind individuelle, eigenständige Weine wie es die österreichische (Bio-)Winzergrößen, Jurtschitsch, Loimer, Weninger, Heinrich....beweisen.

 

Der allgemeine Trend zu biologischen, nachhaltigen Lebensmittel ist auch beim Genussmittel Wein nicht mehr aufzuhalten. Der Weinbau zählte bis in die 80er Jahre zu den größten Abnehmern von chemisch synthetischen Kunstdüngern und konventionelle hochdosierte Spritzmittel in der gesamten Landwirtschaft. Herkömmlich produzierte Weine entpuppten sich bei Schadstoffanalysen als wahre Chemiekeulen. Erst durch dementsprechende Aufklärung, einen immer höher werdenden  Ausbildungsstandard der Winzer und dem Bewusstsein, dass durch hochgiftige Spritzmittel und Kunstdünger kontaminierte Böden auf Dauer keine Qualitätsstandard gehalten werden kann, erfolgte ein großflächiges Umdenken.


„Orange Wine“

Nach Weiß, Rot und Rosè die vierte Weinfarbe, die immer mehr im Gespräch ist. Was jedoch sind Orange Weine? ORANGE WEINE bestehen aus weißen, naturbelassenen Trauben. Sie werden wie bei der Rotweinproduktion durch langen Kontakt mit den Traubenschalen verarbeitet und erhalten dadurch ihre orangen, bis ins Bernstein gehenden Farben. Die Vergärung findet meist nach alter Tradition in Tonamphoren (Quevri) statt. Diese Tongefäße werden oft als Alternative zur Lagerung im Weinkeller in der Erde vergraben, was wahrscheinlich die älteste und natürlichste Form der Weinherstellung ist.

 

Dieses überlieferte Ausbauverfahren, das seit der Antike in Georgien angewandt wird, besteht darin, Amphoren mit Trauben oder Traubensaft verschlossen im Boden zu vergraben, wo das Produkt monatelang unter konstanten Temperaturen und weitgehendem Sauerstoffabschluss vergärt. Da der Quevri in der Erde vergraben wird, dringt durch die Poren der Amphore kaum Sauerstoff ein, es findet lediglich eine Mikrooxidation statt, die für die Reifung des Weines positiv ist. Orange Weine werden im Regelfall ohne chemische Zusätze, Hefen, Enzyme, ohne Zuckerbeigabe und unfiltriert hergestellt.

 

Die so erzeugten Weine sind oft oxidativ und besitzen eine starke und komplexe Textur, sie sind oft trüb und meist etwas gewöhnungsbedürftig. Sie haben wesentlich mehr Gerbstoffe als gewöhnliche Weißweine. Der Sortencharakter der Rebsorten geht bei dieser Weinherstellung verloren. Nach der Maischegärung wird erst nach Wochen oder Monaten abgepresst. Dadurch sind die Weine trotz geringem Schwefelgehalt äußert stabil und lagerfähig.

 

Das Zentrum von maischevergorenen Weißweinen mit langer Lagerung  lag in den letzten 10 – 15 Jahren in den Gebieten Karst, Collio, Brda und Istrien. Mittlerweile entwickelt sich auch in Österreich eine durchaus ernstzunehmende „Orange Wine“-Winzer-Szene. Es finden sich auch immer mehr  Liebhaber dieser naturbelassen hergestellten "Orange Weine", die deren Eigenschaften - besondere Verträglichkeit, hoher gesundheitsfördernder Phenolgehalt und perfekte Einsatzmöglichkeit zum Essen - zu schätzen wissen.

 

Überzeugen Sie sich selbst davon!


Uhudler, eine südburgenländische Spezialität

Ohne die Reblaus, die um 1860 die europäischen Weingärten vernichtete und 1870 auch Österreich erreichte, gäbe es heute keinen Uhudler. Zur Bekämp­fung dieses Schädlings brachten die Winzer amerikanische, reblausresistente Weinreben nach Europa. Diese sogenannten "Direktträger" sind äußerst widerstandsfähig gegen die Reblaus und Pilzkrankheiten. Neben der meist hohen Säure ist das Bukett dieser Weine äußerst intensiv und erinnert an Waldbeeren oder schwarze Ribisel, der charakteristische Geschmack wird auch als „Fox-Ton“ bezeichnet.

Da diese Merkmale jedoch keinesfalls den gewohnten Geschmacksrichtungen der Europäer entsprachen, wurden diese amerikanischen Rebsorten mit europäischen Edelreben gekreuzt. Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde die Veredelung eingeführt, bei der die amerikanische Reben nur als reblausresistente Unterlage dienen und europäische den früchtetragenden Teil des Rebstocks bilden. Besonders im Südburgenland blieben jedoch die eigenwilligen Direktträgerweine aus den Rebsorten "Isabella, Othello, Ripatella, Delaware, Concordia und Elvira" verwurzelt. Eine Legende zur Abstammung des Namens "Uhudler" besagt, dass Männer nach extensivem Genuss des Weines mit Ringen unter den Augen zu ihren Frauen gingen und diese zu ihnen sag­ten : "Du schaust ja aus wie ein Uhu!".

 

Lange Zeit hielt sich die Meinung, dass diese Weine einen hohen Anteil an Fuselölen und Methanol enthalten und daher gesundheitsschädlich sind. Uhudler wurde 1938 zum ersten Mal verboten. In den 1970er Jahren wurde  Wein aus Direktträgertrauben auf die Verwendung als Haustrunk beschränkt. Erst seit der Änderung des  österreichischen Weingesetzes 1992 darf "Uhudler" wieder legal gekeltert, getrunken und ver­kau­ft werden.

Der Name ist mittlerweile markenrechtlich geschützt und darf aus­schließ­lich im Südburgenland im Gebiet Jennersdorf, Güssing und Oberwart ver­wendet werden.Wenn es nach der EU ginge, sollten alle Direktträger-Reben in­ner­halb weniger Jahre aus taktischen Gründen aus Europa verschwinden.Um diese einheimische, südburgenländische Spezialität Uhudler zu schützen, wurde ein Slow-Food-Convivium gegründet, die unter dem Schutz eines internationalen Präsidiums steht.


Schwefelfreie, histaminfreie Weine

Aufgrund der immer größer werdenden Allergieproblematik werde ich immer öfter mit der Frage konfrontiert, " Gibt es schwefelfreie oder histaminfreie Weine?" Es ist grundsätzlich unmöglich komplett schwefelfreie bzw. sulfitfreie Weine zu produzieren, da Schwefeldioxid (SO2) ein Stoffwechselprodukt der Hefen ist und somit ein Bestandteil von jedem Gärprozess, der dadurch in natürlicher Form in jedem Wein vorkommt.

 

Um Wein zu stabilisieren und haltbarer zu machen, wird Schwefeldioxid (SO2)  in geringen Mengen bei der Weinherstellung zugesetzt und der natürliche Schwefelgehalt somit geringfügig erhöht. Der Schwefelgehalt im Wein unterliegt einer gesetzlichen Höchstgrenze abhängig vom Restzuckergehalt des Weines. Würde man auf den Zusatz von SO2 komplett verzichten, so wären die Weine im Regelfall nur sehr kurz haltbar und kaum lagerfähig.  Modern vinfivizierte Weine wären so oxidationsanfällig, dass eine geöffnete Flasche schon sehr bald ihren Geruch und Geschmack verändern würde. Ausnahmen sind bewusst oxidativ,  vinfizierte Weine, die im allgemeinen für den klassischen Weinkonsumenten aufgrund des meist untypisches, individuelles Geschmacks enttäuschen. Was die Bekömmlichkeit von Wein angeht, so scheinen manche Menschen tatsächlich empfindlich auf den Schwefel im Wein zu reagieren. Allgemein gilt, je qualitätsbewusster ein Winzer arbeitet, desto wenige SO2 Zusatz benötigen die Weine, je "unsauberer und mengenorientierter " desto mehr. Bei Histamin ist die Sache ähnlich. Auch hier das Gleiche wie beim Schwefel: Komplett histaminfreien Wein kann es prinzipiell nicht geben, da aufgrund der biochemischen Prozesse immer auch Histamine in Wein vorkommen werden.

 

Welche Möglichkeiten  gibt es für Histamin empfindliche Weinliebhaber, die nicht auf ein "gepflegtes Glaserl" verzichten möchte? Allgemein gilt, je jünger und säurebetonter der Wein, umso geringer ist auch sein Gehalt an Histaminen. Weißwein enthalten normalerweise deutlich weniger Histamin als Rotwein. Rotwein ist grundsätzlich aufgrund der Vergärung mit den Schalen und den dadurch freigesetzten Inhaltsstoffen bezüglich des Histamins gehaltvoller. Wein aus warmen, südlicheren Regionen ist in der Regel histaminhaltiger als Wein aus kühleren Gegenden. Als „histaminfrei“ dürfen Weine mit einem Histamingehalt unter 0,1 mg pro Liter bezeichnet werden. Grundregeln für histaminarme Weine sind Weine von Winzers ihres Vertrauens, bei denen nachhaltige, ertragsbeschränkte Weingartenarbeit, gesundes Traubenmaterial, rasche Verarbeitung der Trauben und extrem saubere, hygienische und sorgfälltige Weinbereitung selbstverständlich sind.


"Sturm" ein Stück österreichische Tradition

Wenn die Sonne schon fast herbstlich über dem Land steht, die Herbstluft noch so manche wärmende Sonnenstunden verspricht, beherrscht ein fruchtig-frisches Getränk die österreichischen Heurigen, Gasthöfe und uns so manche private Haushalte:

 Der Sturm. Für den Sturm werden Trauben gelesen, gepresst und der gewonnene Traubenmost beginnt zu gären. Während diese stürmischen Gärung ( daher der Name Sturm) wird der Zucker im Traubensaft  in Alkohol umgewandelt.  Am Beginn der Gärung ist Sturm deshalb süß mit wenig Alkohol. Je weiter die Gärung fortschreitet , desto weniger süß und alkoholreicher wird dieses beliebte Getränk. Es gibt ihn, in den Varianten: rot, weiß ,rose; jung und sehr süß oder reifer und fast  durchgegoren

Gut gekühlt ist frischer Sturm vom Winzer nur ein paar Tage haltbar, danach ist der Most fast zur Gänze vergoren und der „Sturm“ wird zum fertigen, nicht filtrierten Wein dem: „Staubigen“. Am besten sollte man Sturm beim Winzer oder der Buschenschank seines Vertrauens genießen und kaufen, bei dem die Trauben aus den eigenen Weingärten stammen! Im Handel angebotener Sturm wird meist über weite Strecken transportiert, muss, um die Haltbarkeit zu verlängern, stabilisiert werden, und kann so für manches Kopfweh am nächsten Morgen verantwortlich sein. Oft wird mir die Frage gestellt, wie es möglich ist, dass schon Mitte August Sturm angeboten wird. Gerüchte, dass eingefroren Traubensaft oder Wein vom Vorjahr wieder zum Gären gebracht werden, um möglichst früh Sturm zu produzieren, sind definitiv unrichtig.

 

Es gibt eigens frühreife Rebsorten, wie z.B. Bouvier oder Müller Thurgau, die extra für die Erzeugung des beliebten Sturm heranwachsen und bereits Anfang August reif sein können. Zudem ist in Österreich die Produktion vom Sturm rechtlich genauestens kontrolliert. Sturm ist eine traditionelle geschützte Bezeichnung für angegorenen Traubenmost, der ausschließlich aus österreichischen Trauben erzeugt wurde. Importe aus dem Ausland, dürfen sich nicht „Sturm“ nennen. Er darf auch nur von August bis Dezember des Erntejahres verkauft werden.

 

Zum stürmischen Abschluss ein Mysterien der Sturmsaison – man sagt beim Anstoßen nicht „Prost“, sondern „Mahlzeit“


Österreich, das Süßweinland

In keinem anderen Land der Welt wird prozentuell so viel und qualitativ so hochwertiger Süßwein produziert wie in Österreich. Mit verantwortlich ist neben den geografisch perfekten Anbaubedingungen und der langjährigen Tradition vor allem die kulinarische Verbindung mit der österreichischen Mehlspeisküche, die perfekt mit Süßweinen harmoniert.

 

Wie kommt die Süße in den Wein? Von Natur aus können reife, gesunde Trauben im besten Fall nur um die 21 Zuckergrade ( KMW = Klosterneuburger Mostwaage) erreichen. Mit solch hochreifem Traubenmaterial kann man maximal Weine in der Qualitätsstufe "Spätlese" produzieren, die jedoch meist trocken ausgebaut sind.  Um süße Weine zu produzieren, bedarf es einer zusätzlichen Konzentration der Trauben.

 

Diese kann auf drei Arten erfolgen:
Beim Eiswein werden Trauben in gefrorenem Zustand bei Minimum -7° geerntet und gepresst. Da Wasser bei 0°C gefriert, trennt man die gefrorenen Wasserkristalle von den verbleibenden  Inhaltsstoffen - Extrakt und Zucker - und erreicht somit einen konzentrierten Traubenmost mit dementsprechender Süße.

 

Eine weitere Möglichkeit der Zuckerkonzentration ist die Herstellung von Stroh- oder Schilfwein. Dabei werden gesunde Trauben auf Schilfmatten aufgelegt und getrocknet, folglich verdunstet das Wasser. Die eingetrockneten Trauben werden gepresst und der wiederum konzentrierte Traubenmost ergibt nach der Vergärung einen hervorragenden Süßwein.

 

Eine von Natur aus natürliche Methode der Süßweinweinproduktion, die flächenmäßig nur in ganz wenigen Gebieten der Erde möglich ist, ist die Herstellung von Süßwein aus edelfaulen Trauben wie Beeren- oder Trockenbeerenauslesen. Bei dieser Variante setzt sich im Endstadion der Reife ein Pilz (Botrytis Cinera) auf die Trauben und entzieht den Trauben das Wasser.

Die Trauben schrumpfen am Weinstock rosinenartig zu edelfaulen Beeren zusammen und wiederum hat man die benötigte Konzentration von Zucker, Extrakt und somit die erwünschte Edelsüße erreicht. Eines der prädestinierten Gebiete für solche außerordentlichen Weine ist das Gebiet rund um den Neusiedlersee. Die Weine werden aufsteigend nach folgenden Süßegraden eingeteilt: Auslese - Beerenauslese - Eiswein - Strohwein - Ausbruch  und die fast schon likörartige "Trockenbeerenauslese". 


 

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