Meine Wein Info's

STIN gin gewinnt world spirit award

Zwei waschechte Steirer und eine gemeinsame Mission – die Herstellung von feinstem, steirischen Gin. Die beiden Destillateure und Produzenten Johannes Firmenich und Reinhard Jagerhofer mussten einige Niederlagen einstecken. Nach zwei Jahren voller Ups and Downs und unzähligen Versuchen war er dann geboren: der Styrian dry Gin, kurz STIN. Brand Ambassador und spirituosenliebender World Class Bartender Philipp M. Ernst ist es eine Freude den STIN in die Welt zu tragen.

 

Die feinen Aromen und den würzig-frischen Geruch erhält der Gin durch die sorgfältige Auswahl von 28 Botanicals. Neben dem Wacholder, der dem Gin seinen kräftigen Geschmack gibt, finden sich auch Aromen von Zitrus- und Orangenfrüchten, südsteirischen Äpfeln und oststeirischem Holunder – also durch und durch steirisch!

 

Durch die Beigabe von Ingwer und feinen Gewürzen wie Koriander und Kümmel erhält der STIN seinen facettenreichen Geschmack, der eingefleischte Ginfans aber auch all jene, die es noch werden wollen, begeistert. Aufgrund von seiner feinen Struktur ist der STIN eine perfekte Basis für Cocktails und Longdrinks aber auch pur auf Eis ist er wahrlich ein Genuss!

 

Beim Wolrd Spirit Award 2018 gewinnen Sie  Double-Gold & Spirits of the Year.


DAC Steiermark

Die Steiermark erhält mit dem Weinjahrgang 2018 ein neues Herkunftssystem und wird sich mit dieser Ernte in die drei steirischen Weinbaugebiete - Südsteiermark, Vulkanland Steiermark und Weststeiermark DAC - gliedern. Mit diesen Gebieten steigt die Zahl der DACs in Österreich auf 13.

 Die Bezeichnung "Districtus Austriae Controllatus", kurz DAC, wird von regionalen Weinkomitees an jene Weine vergeben, die ihre Herkunftsregion in unverkennbarer Weise repräsentieren. Bei allen bisherigen DAC Gebieten stand das gebietstypische Sortenmarketing im Blickpunkt. Als erstes DAC Gebiet steht zum Beispiel der „Weinviertel DAC“ ausschließlich für Sorten- und gebietstypischen Grünen Veltliner, beim „Mittelburgenland DAC“ hingegen ist die zugelassene Rebsorte der Blaufränkisch. Bei den drei neuen steirischen DAC Gebieten wird erstmals nicht die Rebsorte, sondern Herkunft und Lage im Vordergrund stehen. Die Verantwortungsträger der steirischen Weinwirtschaft zogen aus diesem Grund in den letzten Monaten an einem Strang und feilten in einem intensiven Prozess an einem eigenen steirischen DAC-System:

Das Ergebnis ist eine dreistufige Herkunftspyramide, die sich in

Gebietsweine

Ortsweine und

Riedenweine gliedert, wobei aber die traditionelle Rebsortenvielfalt erhalten bleibt.

Hierfür zugelassene Rebsorten sind Welschriesling, Weißburgunder, Morillon, Grauburgunder, Riesling, Gelber Muskateller, Sauvignon Blanc, Traminer und Schilcher, sowie Cuvées aus diesen Sorten. Alle Weine mit der Bezeichnung „Gebietsweine“ müssen aus einem DAC-Weinbaugebiet kommen und dürfen ab 1. März des Folgejahres [Ausnahme Welschriesling und Schilcher ab 1. Dezember] verkauft werden. Sie stehen für die Vielfalt der Gebiete. Steht zukünftig auf dem Etikett „Orts- oder Riedenwein“, so dürfen diese frühestens ab 1. Mai des Folgejahres auf den Markt gebracht werden, damit die Weine genügend Zeit zur Entwicklung ihres herkunftstypischen Charakters erhalten und ihr Potenzial voll entfalten können.

„Ortsweine“ sollten lokale, gebietstypische Weine repräsentieren. „Riedenweine“ hingegen dürfen ausschließlich aus einer festgelegten Lage /Riede gelesen werden und sollen für den Ausdruck und das Potenzial der besten Weine stehen. All jene Weine, die nicht in das DAC-System passen, wo auch keine Fülltermine berücksichtigt sind, gelangen als „Wein aus der Steiermark“ auf den Markt. Für uns Konsumenten bietet die neue Herkunftspyramide eine gut strukturierte Übersicht,

die bereits am Etikett erkennen lässt, was uns an Geschmack, Haltbarkeit und Stilistik her bei diesem Wein erwartet.

Das neue Herkunftssystem DAC gibt zudem international die Möglichkeit, wertvolle Lagen für steirische Weine noch deutlicher zu positionieren und somit die derzeitigen internationalen Spitzenerfolge der steirischen Weine für die Zukunft zu festigen.

 


GIN, DAS Trendgetränk

Der Wacholderschnaps Gin war bis vor einigen Jahren noch eine sehr einfache Spirituose, die hauptsächlich als Mischpartner für Tonic diente. Mittlerweile zählt er zu den Trendgetränken und wird in einer Vielfalt angeboten wie kaum ein anderes Destillat.

Gin wurde Mitte des 17.Jahrhunderts vom holländischen Arzt Franiscus Sylvius de la Boe als Medizin kreiert, bei der Wacholderbeeren und andere Kräuter in Alkohol eingelegt wurden, um Bauchschmerzen und Koliken zu lindern. Sein Wacholderschnaps (Genever) beruhigte jedoch nicht nur den Magen, sondern wurde innerhalb kurzer Zeit zu einer begehrten Spirituose, die bald kommerziell produziert wurde und von England aus unter dem Namen „Gin“ ihren Erfolgslauf nahm.

Allgemein ist Gin ein klarer Branntwein, der auf Basis von hochprozentigem Neutralalkohol hergestellt wird und dem natürliche Aromastoffe (Botanicals) beigefügt werden. Es gibt zur Aromatisierung zwei Destillationsverfahren, die hintereinander oder gleichzeitig angewendet werden. Entweder werden die Alkoholdämpfe direkt über die Gewürze geleitet, wobei sie die Aromen mitnehmen oder die Gewürze werden in den Rohalkohol eingelegt und mit diesem destilliert. Meist dominieren die Wacholderbeeren den Geschmack, der zusätzlich von natürlichen Aromastoffen aus herben Kräutern, vollmundigen Gewürzen und Wurzeln unterstützt und verfeinert wird.

Neben den Wacholderbeeren, die im Gin enthalten sein müssen, sind Orangen- und Zitronenschalen, Koriandersamen, Zimt, Kümmel und Lakritze besonders beliebte Zusatzstoffe. Weitere Geschmacksgeber sind Rosmarin, Ingwer, verschiedene Alpenkräuter und unzählige natürliche Aromastoffe. Insgesamt können bei der Gin-Herstellung etwa 120 verschiedene Zutaten als Aromen und Wirkstoffe zum Einsatz kommen. Die Vielzahl und Zusammenstellung der Botanicals sind ein gut gehütetes Geheimnis eines jeden Herstellers und bestimmen die Feinheit und den Charakter des Gins. Mittlerweile wird Gin nicht nur als Mixgetränk für Cocktails verwendet, sondern aufgrund der stetig steigenden Qualität und der individuellen Geschmacksrichtungen auch immer öfter pur genossen. Bei der klassischen Variante „Gin mit Tonic“ sollte man auch unterschiedliche Tonics pur probieren und so seinen Favoriten finden. Da Tonic etwa 3/4 des Drinks ausmachen, ist dabei die Qualität und die persönlich bevorzugte Geschmacksrichtung besonders wichtig.

Gin hat sich in den letzten Jahren zu einer Spirituose von besonderer Eleganz und Raffinesse entwickelt. Hochwertige Gins schmecken erfrischend anders, überraschen mit jedem Schluck und können gerade in Verbindung mit dem richtigen Tonic zu einem besonderen Geschmackserlebnis werden.


Exklusiv für Österreich - Craftbeer Import aus Italien

Das Craftbier La Morosina wird in der Nähe der Via Mercatorum, einer römischen Straße, die den Comer See mit Pavia verbindet, gebraut. Der Bauernhof Cascina Morosina wurde im Jahr 1600 als eine der ersten Siedlungen in der Auenlandschaft des Ticino gegründet. 

Das Besondere an dem Bier ist der Anbau aller Zutaten direkt am Hof. Aus der Gerste und dem Weizen wird das eigene Malz erzeugt und der besondere Hopfen gibt den einzigartigen Charakter von La Morosina.  Aus dem hauseigenen Brunnen San Carlo wird das Quellwasser  entnommen.

Von dem außergewöhnlichen Bier werden nur 2000 Hektoliter im Jahr gebraut. Es gibt drei Sorten:  Rossa- das dunkle, Bionda – das helle und ein Weizen, jedes für sich hat einen eigenen Charakter. Wir führen das Bier einer 0,75 Liter Flasche.

Zur Website La Morosina


Was ist CraftbEer?

Der Begriff „Craft Beer“ ist in aller Munde. Er steht für Biere aus kleinen, unabhängigen Brauereien, die in der letzten Zeit immer mehr Anhänger finden.

Entstanden ist CRAFT als Gegenbewegung zu den in den 80er Jahren in den USA groß gewordenen Braukonzernen , die industrielles Bier im großen Stil produzieren und darauf bedacht sind, geschmacklich konstant zu bleiben und möglichst wenig von der „Norm“ abzuweichen.

 

Im Grunde handelt es sich bei Craft Beer um handwerklich gebrautes Bier von Kleinbrauereien, die besondere Charakterzüge aufweisen:

Im Vordergrund steht eine eigenständige Bierphilosophie, bei der qualitativ hochwertige Roh- und Inhaltsstoffe, sowie die handwerkliche Braukunst eine große Rolle spielen. Ausselektierte Aromahopfensorten mit alternativen Zutaten, wie zum Beispiel Kaffeebohnen, Kakaobohnen oder Orangenschalen und die daraus resultierenden unkonventionellen Geschmacksrichtungen prägen die Charaktereigenschaften von Craft Bieren. Weiters steht das Wiederbeleben alter Brau-Traditionen im Mittelpunkt.

Tradition und Weiterentwicklung sind für Craft -Bierbrauer kein Widerspruch, im Gegenteil: Die Tradition des Bieres wird nicht nur bewahrt, sondern auch weiterentwickelt.

 

Craft Bier ist kein spezieller Bierstil.

So können auch klassische Bierstile, wie zum Beispiel das Pilsener, ein Märzen- oder ein Weizenbier unter die Kategorie "Craft" fallen, sofern sie hochwertig und nicht industriell produziert werden. Die wichtigsten Craft- Bierstile sind die malzig und nach Kaffee und Schokolade schmeckenden  "Porter" und "Stout Biere", oder das hopfenbetonte, obergärige, ursprünglich aus England stammende "Pale Ale". Immer mehr Beliebtheit gewinnt der „India Pale Ale“ Typ - ein mindestens doppelt gehopftes Bier, bei dem das Aroma, der Geruch und der Geschmack vom Hopfen dominieren. Darüber hinaus gibt es mutige, kreative und individuelle Bierstile, bei dem Zutaten wie Kräuter und Gewürze, Orangenschalen, Maroni, Koriandersaat, aber auch frische Früchte verwendet werden.

 

Zwei Tipps für Ihren genussvollen Craftbeergenuss in den Sommermonaten:

Craftbeer sollte nie zu kalt getrunken werden. Gewisse Aromen entfalten sich erst bei Temperaturen zwischen  8° und  14°C. Grundsätzlich gilt: Je mehr Alkohol, desto wärmer sollte das Bier sein. Ein komplexes Bier aus einem „normalen“ Glas zu trinken, macht keinen Spaß. Mittlerweile gibt es speziell kreierte Craftbeer-Gläser, die je nach Biertyp das Geschmacksempfinden verstärken sollen.

 

Ich persönlich bevorzuge einfachheitshalber Weingläser - je kräftiger das Bier, desto größer das Glas.


Frauwallner "Weingut des Jahres" 2018

Das "Weingut des Jahres" ist und bleibt in Straden! Bei der größten Weinkost der Steiermark wurden in der Seifenfabrik Graz insgesamt 18 Landessieger und ein "Weingut des Jahres" gekürt.

An der Spitze nichts Neues: Zum dritten Mal und zum zweiten Mal in Folge haben sich Walter und Petra Frauwallner aus Straden den Gesamtsieg bei der Landesweinkost und somit den begehrten Titel „Weingut des Jahres“ geholt, beim Zweigelt und „Rotwein Vielfalt“ schaffte man zudem einen Doppel-Landessieg.

Im Finale hatten sie sich heuer gegen den Weinhof Leitner (Ilztal), Weinhof Ulrich(St. Anna/ Aigen), Weingut GrabinLabuttendorf, Weingut Schmölzer (St. Andrä-Höch) und Weingut Schilcherei Jöbstl (Wies) durchgesetzt und erreichten die höchste Punkteanzahl aller ins Finale gekommener Betriebe.

Zum Bericht der Kleinen Zeitung


Die perfekte Trinktemperatur für Wein?

Wie ein Wein schmeckt, hängt sehr von der Temperatur ab.

Wer gerade jetzt im Sommer ein Glas Weißwein für einige Zeit in der Sonne stehen lässt, wird wenig Freude beim anschließenden Trinken verspüren. Hingegen gehen beim Rotwein frisch aus dem Kühlschrank viele positive Geschmackseindrücke verloren. Wer die Charaktereigenschaften des Weins in vollen Zügen genießen möchte, sollte sich deshalb an einige erprobte Regeln halten:

 

Allgemein gilt, je leichter ein Wein ist, umso kühler muss er sein. Schwerer Wein wird dagegen wärmer getrunken. Weißweine, Roséweine, süße Weine und Schaumweine aller Art werden grundsätzlich gut gekühlt getrunken. Ein junger, trockener Weißwein schmeckt am besten bei 9 bis 11°C. . Würzige und aromatische Weißweinsorten wie Sauvignon Blanc und Gewürztraminer vertragen auch Temperaturen zwischen 10 und 12°C. Halbtrockene und Weine mit viel Restsüße dagegen schmecken am besten bei einer Temperatur von 12 bis 14°C. . Die ideale Temperatur für Prosecco, Champagner und alle anderen schäumenden Produkte dagegen liegt bei 6 bis 7 Grad Celsius.

Anders ist es beim Rotwein:

Eine alte Faustregel, die leider noch immer all zu oft angewendet wird, ist, Rotweine bei Zimmertemperatur zu servieren.

Diese Regel stammt jedoch aus Zeiten, als kaum eine Wohnung eine Zentralheizung hatte und es auch im Sommer eher kühl in den Räumen war. Serviert man Weine zu warm, steigt der Alkohol auf, sie wirken scharf und verlieren an Frucht. Deshalb sollten kraftvolle, schwere Weine mit höchstens 19°C serviert werden, während bei den meisten anderen Rotweinen die perfekte Trinktemperatur  zwischen 16 und 18°C liegt.

Leichtere Weine vertragen auch niedrigere Temperaturen zwischen 14 und 16°C. Bei jungen, frisch fruchtigen Rotweinen mit wenig Alkohol und Roséweinen findet man  bei Temperaturen zwischen 12 bis 14 °C den größten Genuss. Generell ist es sinnvoll, wenn man Weinflaschen etwas kühler als zu warm serviert. Ideal ist eine Serviertemperatur bis zu 2° C. unter der Trinltemperatur. Denn beriets beim einschenken ins Glas erwärmt sich der Wein je nach Umgebungstemperatur um 1 bis 2° C.

Mein Tipp für unvorbereitete Besuche, wenn man kurzfristig kalten Wein benötigt:

Zum schnellen Kühlen stellt man die Flasche in ein Gefäß oder Sektkübel und gibt jeweils zur Hälfte Eis und kaltes Wasser, sowie Salz dazu. Das Salz taut das Eis rasch auf und die Flasche wird schneller gekühlt.

 


Rosalia: aus Großlage wird DAC-Gebiet

Die ehemalige Großlage „Rosalia“ südlich des Leithagebirges wird zu Österreichs nächstem DAC-Weinbaugebiet. Auf 297 ha Rebfläche entstehen im politischen Bezirk Mattersburg künftig regionstypische „Rosalia DAC“- und „Rosalia DAC Reserve“-Rotweine sowie eigenständige Rosé-Weine unter der Bezeichnung „Rosalia DAC Rosé“.

Rosaila DAC und Rosalia DAC Reserve

Die gebietstypischen Rebsorten Blaufränkisch und Zweigelt dürfen auf Basis der nun unterzeichneten DAC-Verordnung rückwirkend ab dem Jahrgang 2017 reinsortig zu Rosalia DAC vinifiziert werden, sofern die Weine einen Alkoholgehalt von mindestens 12 % vol. sowie einen Restzuckergehalt von höchstens 4 g/l aufweisen. Der Ausbau muss im Stahltank oder Holzfass erfolgen, die Weine sollen ein vielschichtiges und regionstypisches Bukett sowie einen finessenreichen, fruchtigen und würzigen Geschmack aufweisen.

Erst ab der Stufe Rosalia DAC Reserve ist die Angabe einer Riede auf dem Etikett zulässig. Betreffend Alkoholgehalt gelten hier die allgemeinen gesetzlichen Bestimmungen für die Bezeichnung „Reserve“, er muss also mindestens 13 % vol. betragen.

Rosalia DAC Rose

Die zweite Kategorie der Verordnung bildet Rosalia DAC Rosé. Dieser muss aus einer oder mehreren roten Qualitätsweinrebsorten vinifiziert werden. Die Angabe einer Rebsorte auf dem Etikett ist nicht erlaubt, jedoch jene einer Riedenbezeichnung. Trocken im Stahltank oder Holzfass ausgebaut, ist Rosalia DAC Rosé durch sein Bukett nach roten Beeren und einen frischen, fruchtigen und würzigen Geschmack charakterisiert.

Das Weinbaugebiet

Das Weinbaugebiet Rosalia verdankt seinen Namen dem Rosaliengebirge, das sich an der niederösterreichisch-burgenländischen Landesgrenze auf bis zu 750 m erhebt. Durch das pannonische Klima in Kombination mit fruchtbaren Braunerdeböden auf Lössuntergrund ist die Rosalia prädestiniert für den Anbau von Blaufränkisch und Zweigelt.

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Wein und Glyphosat

Das derzeit viel diskutierte und nicht unumstrittene Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat  ist ein Herbizid, das verwendet wird, um Unkraut schnell und kostengünstig zu beseitigen.

 

Das 1974 vom Chemieriesen Monsanto patentierte Breitbandherbizid  wurde und wird trotz nachweislicher gesundheitlicher Restrisiken  noch immer in vielen Bereichen der Landwirtschaft - Felder werden vor der Aussaat vom Unkraut befreit, ... -  eingesetzt.

 

Trotz unzähliger Studien, wonach Glyphosat als  krebserregend verdächtigt wird und nachweislich das Bodenleben im eingesetzten Bereich negativ beeinflusst, konnte sich die EU bis jetzt nicht durchringen, dieses Präparat zu verbieten. Mit Jahresende 2017 sollte laut eines EU-Beschlusses vom Juni 2016 die Einstellung des Verkaufs stattfinden. Nach derzeitigem Stand ist jedoch auf Druck von 14 EU-Ländern und der Vermutung, dass das Lobbying der Pharmakonzerne auf Hochtouren läuft, wiederum eine Verlängerung der Zulassung für 5-10 Jahre geplant. Auch im Weinbau spielen Herbizide wie Glyphosat  eine nicht unwesentliche Rolle. Herbizide werden eingesetzt, um das Unkraut zwischen den Rebstöcken zu beseitigen. Wenn man  im Frühsommer Weingärten betrachtet, sieht man als Folge dessen oft die brauen Streifen zwischen den Rebstöcken.

 

Ursprünglich wurde der Einsatz von Unkrautvernichtungsmittel so argumentiert, dass beim mechanischen Beseitigen von Unkraut die Rebstöcke zum Teil verletzt würden, und der gezielte Einsatz von Herbiziden rasch von der Natur abgebaut werde und es keine Rückstände im Boden, in den Trauben und folglich im Wein gebe. Unzählige Studien und Erfahrungen, gerade im biologischen Weinbau, wo das Verwenden von Herbiziden ausnahmslos untersagt ist, belegen jedoch mittlerweile das Gegenteil. Herbizid wirkt sich nach neuesten Studien nachteilig auf das Wurzelsystem aus und fördert Pilzkrankheiten, die wiederum  mit Chemie bekämpft werden müssen. Das Bodenleben und wertvolle Kleinorganismen werden in Mitleidenschaft gezogen. Ein weiteres, in Winzerkreisen offen diskutiertes Problem, sind Gärproblem der Trauben von Glysophat behandelten Rebstöcken. Eine spontane Vergärung der Weine ohne Unterstützung von Reinzuchthefen ist meist nicht möglich, was wiederum den individuellen Touch der Weine vermissen lässt. Erfahrungen zeigen, dass Unkraut auf völlig natürliche Weise beseitigt werden kann und der Einsatz von Chemie alles andere als notwendig ist. Sollte sich die EU nicht gegen den Chemielobbyismus und den ungehinderten Wettbewerb von Großagrarbetrieben und Industriewinzern durchsetzen und es zu keinem Glyphosatverbot kommen, ist ein kritisches  Konsumentenverhalten mehr  denn je gefragt.

 

Im Interesse der Umwelt, unserer Kinder und nicht letztlich uns selbst, sollten Wein und alle anderen Agrarprodukte, die nachhaltig und fair produziert werden, bevorzugt werden.

 


Der Klimawandel und seine Folgen für den Weinbau

Die Vorhersagen sind deutlich. Es wird wärmer in Europa. Die Temperatur wird sich laut aktuellen wissenschaftlichen Prognosen bis zum Ende des Jahrhunderts um 1,5° C im Mittelmeerraum und bis zu 4° C in Nordeuropa erhöhen. Welche Auswirkungen hat diese Klimaveränderung für den Weinbau?

 

Allgemein wachsen Weintrauben, die zur Weinbereitung geeignet sind, in der nördlichen Halbkugel zwischen 30. und 50. Breitengrad, in der südlichen zwischen dem 30. und 40. Breitengrad. Wichtig dabei ist, dass während der Wachstumsphase eine Mitteltemperatur von 13 - 17°C für Weißweine und 17- 19°C für Rotweine herrscht. In den wärmeren, südlicheren Gebieten unserer Halbkugel werden deshalb vor allem Rotweine angebaut, die gemäßigten nördlichen Gebiete, wie z. Bsp. Österreich, sind prädestinierte Weißweingebiete. Ein weiteres Kriterium sind ausreichende, auf das Jahr verteilte Niederschläge.

 

Die Temperaturerhöhung in den letzten 50 Jahren in Mitteleuropa macht sich bereits deutlich bemerkbar. Klimatische Auswirkungen sind etwa Spätfröste, extreme Hitze und Starkregen mit Hagel. Die meisten Rebsorten in Mitteleuropa treiben durch den Klimawandel derzeit etwa zwei Wochen früher als sonst aus und sind somit durch Spätfröste ab Mitte April besonders gefährdet. Ein aktuelles Beispiel sind die heurigen Frostschäden in der Steiermark und ein daraus resultierender Ernteverlust von mehr als 60%.

 

Da Rebneupflanzungen eine Investition über mehrere Jahrzehnte sind, stricken bereits viele Winzer an Konzepten, wie man mit der zu erwartenden Klimaveränderung umgehen kann. Wo früher Weißweine angepflanzt wurden, greift man jetzt vermehrt zu Rotweinen. Man bevorzugt spätreifende Rebsorten. Eine weitere Alternative ist etwa die Ausrichtung in sonnenärmere Himmelsrichtungen oder die Anpflanzung in höheren Lagen.

 

 Modellrechnungen für beide Hemisphären zeigen bis zur Jahrhundertwende eine deutliche Verschiebung der Grenzen für lohnenden Weinanbau. Je nach Szenario verschieben sich demnach Weinbauregionen um 150-300 km gegenüber heute polwärts. Zu den Verlieren dieses Klimawandels zählen die südlichen Weinbauregionen (Südspanien, Süditalien), wo in 50 Jahren bei gleichbleibender Entwicklung wohl kaum noch trinkanimierende Weine produziert werden können.

 

ewinner sind definitiv die nördlicher liegenden Regionen. Norddeutschland, Dänemark, Großbritannnien und vielleicht unser Ennstal könnten gute Investitionen für zukünftige Weißweingebiete sein. Österreich wird sich mit großer Wahrscheinlichkeit  vom Weißweinland zur Rotweininsel entwickeln und könnte vielleicht die Rolle des Prämiumrotweingebietes Bordeaux übernehmen. Wer weiß…….


Österreich auf dem Weg zum Bioweinland

Der allgemeine Trend zu biologischen, nachhaltigen Lebensmittel ist auch beim Genussmittel Wein nicht mehr aufzuhalten. Der Weinbau zählte bis in die 80er Jahre zu den größten Abnehmern von chemisch synthetischen Kunstdüngern und konventionelle hochdosierte Spritzmittel in der gesamten Landwirtschaft. Herkömmlich produzierte Weine entpuppten sich bei Schadstoffanalysen als wahre Chemiekeulen. Erst durch dementsprechende Aufklärung, einen immer höher werdenden  Ausbildungsstandard der Winzer und dem Bewusstsein, dass durch hochgiftige Spritzmittel und Kunstdünger kontaminierte Böden auf Dauer keine Qualitätsstandard gehalten werden kann, erfolgte ein großflächiges Umdenken.

 

Durch die Einführung von ( IP ) "Integrierten Weinbau" wurde eine Produktionsmethode für die wirtschaftliche Erzeugung von qualitativ hochwertigen Trauben, Wein und anderen Traubenprodukten geschaffen. Der Schutz der menschlichen Gesundheit, die Schonung der Produktionsgrundlagen und der Umwelt steht seitdem im Vordergrund. Durch die Gesamtbetrachtung des Agro-Ökosystems im Weingarten wurden alle Pflegemaßnahmen mit einbezogen. Dreiviertel der österreichischen Weinbaufläche werden mittlerweile nach den Grundlagen der integrierten Produktion bewirtschaftet.

 

Trotz der hohen Umweltstandards zur IP gewinnt der biologische Weinbau immer mehr an Bedeutung.Österreich zählt international mit fast 5000 ha biologischer Rebfläche ( mehr als 10 % der Gesamtrebfläche) zum international führenden Bioweinland. Zu den wichtigsten Merkmalen beim biologischen Weinbau gehören der Verzicht auf chemisch-synthetische Kunstdünger, Insektizide, Pestizide und kein Einsatz von Herbizide zur Bodenpflege.Trotz wesentlich höheren Arbeitseinsatz, geringeren Erträgen und größerem Risiko zu Ernteausfällen entscheiden sich immer mehr Winzer zu dieser nachhaltigen Produktionsmethode.

 

Die Motive der Winzer dafür sind Förderung der Gesundheit und Fruchtbarkeit der Böden und des Stoffkreislaufes, Schonung der Umwelt, Unabhängigkeit von Chemiekonzernen und vor allem Abhärtung und folglich mehr Widerstandsfähigkeit der Reben.  Weiteres sind durch die fehlende Unterstützung von Dünger und Spritzmittel die Reben aufgefordert, tiefer zu wurzeln. Die so produzierten Trauben wiederspiegeln somit bei dementsprechender Ertragsbeschränkung mehr den Charakter des Terroirs und Bodens. Das Ergebnis sind individuelle, eigenständige Weine wie es die österreichische (Bio-)Winzergrößen, Jurtschitsch, Loimer, Weninger, Heinrich....beweisen.

 

Der allgemeine Trend zu biologischen, nachhaltigen Lebensmittel ist auch beim Genussmittel Wein nicht mehr aufzuhalten. Der Weinbau zählte bis in die 80er Jahre zu den größten Abnehmern von chemisch synthetischen Kunstdüngern und konventionelle hochdosierte Spritzmittel in der gesamten Landwirtschaft. Herkömmlich produzierte Weine entpuppten sich bei Schadstoffanalysen als wahre Chemiekeulen. Erst durch dementsprechende Aufklärung, einen immer höher werdenden  Ausbildungsstandard der Winzer und dem Bewusstsein, dass durch hochgiftige Spritzmittel und Kunstdünger kontaminierte Böden auf Dauer keine Qualitätsstandard gehalten werden kann, erfolgte ein großflächiges Umdenken.


„Orange Wine“

Nach Weiß, Rot und Rosè die vierte Weinfarbe, die immer mehr im Gespräch ist. Was jedoch sind Orange Weine? ORANGE WEINE bestehen aus weißen, naturbelassenen Trauben. Sie werden wie bei der Rotweinproduktion durch langen Kontakt mit den Traubenschalen verarbeitet und erhalten dadurch ihre orangen, bis ins Bernstein gehenden Farben. Die Vergärung findet meist nach alter Tradition in Tonamphoren (Quevri) statt. Diese Tongefäße werden oft als Alternative zur Lagerung im Weinkeller in der Erde vergraben, was wahrscheinlich die älteste und natürlichste Form der Weinherstellung ist.

 

Dieses überlieferte Ausbauverfahren, das seit der Antike in Georgien angewandt wird, besteht darin, Amphoren mit Trauben oder Traubensaft verschlossen im Boden zu vergraben, wo das Produkt monatelang unter konstanten Temperaturen und weitgehendem Sauerstoffabschluss vergärt. Da der Quevri in der Erde vergraben wird, dringt durch die Poren der Amphore kaum Sauerstoff ein, es findet lediglich eine Mikrooxidation statt, die für die Reifung des Weines positiv ist. Orange Weine werden im Regelfall ohne chemische Zusätze, Hefen, Enzyme, ohne Zuckerbeigabe und unfiltriert hergestellt.

 

Die so erzeugten Weine sind oft oxidativ und besitzen eine starke und komplexe Textur, sie sind oft trüb und meist etwas gewöhnungsbedürftig. Sie haben wesentlich mehr Gerbstoffe als gewöhnliche Weißweine. Der Sortencharakter der Rebsorten geht bei dieser Weinherstellung verloren. Nach der Maischegärung wird erst nach Wochen oder Monaten abgepresst. Dadurch sind die Weine trotz geringem Schwefelgehalt äußert stabil und lagerfähig.

 

Das Zentrum von maischevergorenen Weißweinen mit langer Lagerung  lag in den letzten 10 – 15 Jahren in den Gebieten Karst, Collio, Brda und Istrien. Mittlerweile entwickelt sich auch in Österreich eine durchaus ernstzunehmende „Orange Wine“-Winzer-Szene. Es finden sich auch immer mehr  Liebhaber dieser naturbelassen hergestellten "Orange Weine", die deren Eigenschaften - besondere Verträglichkeit, hoher gesundheitsfördernder Phenolgehalt und perfekte Einsatzmöglichkeit zum Essen - zu schätzen wissen.

 

Überzeugen Sie sich selbst davon!


Uhudler, eine südburgenländische Spezialität

Ohne die Reblaus, die um 1860 die europäischen Weingärten vernichtete und 1870 auch Österreich erreichte, gäbe es heute keinen Uhudler. Zur Bekämp­fung dieses Schädlings brachten die Winzer amerikanische, reblausresistente Weinreben nach Europa. Diese sogenannten "Direktträger" sind äußerst widerstandsfähig gegen die Reblaus und Pilzkrankheiten. Neben der meist hohen Säure ist das Bukett dieser Weine äußerst intensiv und erinnert an Waldbeeren oder schwarze Ribisel, der charakteristische Geschmack wird auch als „Fox-Ton“ bezeichnet.

Da diese Merkmale jedoch keinesfalls den gewohnten Geschmacksrichtungen der Europäer entsprachen, wurden diese amerikanischen Rebsorten mit europäischen Edelreben gekreuzt. Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde die Veredelung eingeführt, bei der die amerikanische Reben nur als reblausresistente Unterlage dienen und europäische den früchtetragenden Teil des Rebstocks bilden. Besonders im Südburgenland blieben jedoch die eigenwilligen Direktträgerweine aus den Rebsorten "Isabella, Othello, Ripatella, Delaware, Concordia und Elvira" verwurzelt. Eine Legende zur Abstammung des Namens "Uhudler" besagt, dass Männer nach extensivem Genuss des Weines mit Ringen unter den Augen zu ihren Frauen gingen und diese zu ihnen sag­ten : "Du schaust ja aus wie ein Uhu!".

 

Lange Zeit hielt sich die Meinung, dass diese Weine einen hohen Anteil an Fuselölen und Methanol enthalten und daher gesundheitsschädlich sind. Uhudler wurde 1938 zum ersten Mal verboten. In den 1970er Jahren wurde  Wein aus Direktträgertrauben auf die Verwendung als Haustrunk beschränkt. Erst seit der Änderung des  österreichischen Weingesetzes 1992 darf "Uhudler" wieder legal gekeltert, getrunken und ver­kau­ft werden.

Der Name ist mittlerweile markenrechtlich geschützt und darf aus­schließ­lich im Südburgenland im Gebiet Jennersdorf, Güssing und Oberwart ver­wendet werden.Wenn es nach der EU ginge, sollten alle Direktträger-Reben in­ner­halb weniger Jahre aus taktischen Gründen aus Europa verschwinden.Um diese einheimische, südburgenländische Spezialität Uhudler zu schützen, wurde ein Slow-Food-Convivium gegründet, die unter dem Schutz eines internationalen Präsidiums steht.


Schwefelfreie, histaminfreie Weine

Aufgrund der immer größer werdenden Allergieproblematik werde ich immer öfter mit der Frage konfrontiert, " Gibt es schwefelfreie oder histaminfreie Weine?" Es ist grundsätzlich unmöglich komplett schwefelfreie bzw. sulfitfreie Weine zu produzieren, da Schwefeldioxid (SO2) ein Stoffwechselprodukt der Hefen ist und somit ein Bestandteil von jedem Gärprozess, der dadurch in natürlicher Form in jedem Wein vorkommt.

 

Um Wein zu stabilisieren und haltbarer zu machen, wird Schwefeldioxid (SO2)  in geringen Mengen bei der Weinherstellung zugesetzt und der natürliche Schwefelgehalt somit geringfügig erhöht. Der Schwefelgehalt im Wein unterliegt einer gesetzlichen Höchstgrenze abhängig vom Restzuckergehalt des Weines. Würde man auf den Zusatz von SO2 komplett verzichten, so wären die Weine im Regelfall nur sehr kurz haltbar und kaum lagerfähig.  Modern vinfivizierte Weine wären so oxidationsanfällig, dass eine geöffnete Flasche schon sehr bald ihren Geruch und Geschmack verändern würde. Ausnahmen sind bewusst oxidativ,  vinfizierte Weine, die im allgemeinen für den klassischen Weinkonsumenten aufgrund des meist untypisches, individuelles Geschmacks enttäuschen. Was die Bekömmlichkeit von Wein angeht, so scheinen manche Menschen tatsächlich empfindlich auf den Schwefel im Wein zu reagieren. Allgemein gilt, je qualitätsbewusster ein Winzer arbeitet, desto wenige SO2 Zusatz benötigen die Weine, je "unsauberer und mengenorientierter " desto mehr. Bei Histamin ist die Sache ähnlich. Auch hier das Gleiche wie beim Schwefel: Komplett histaminfreien Wein kann es prinzipiell nicht geben, da aufgrund der biochemischen Prozesse immer auch Histamine in Wein vorkommen werden.

 

Welche Möglichkeiten  gibt es für Histamin empfindliche Weinliebhaber, die nicht auf ein "gepflegtes Glaserl" verzichten möchte? Allgemein gilt, je jünger und säurebetonter der Wein, umso geringer ist auch sein Gehalt an Histaminen. Weißwein enthalten normalerweise deutlich weniger Histamin als Rotwein. Rotwein ist grundsätzlich aufgrund der Vergärung mit den Schalen und den dadurch freigesetzten Inhaltsstoffen bezüglich des Histamins gehaltvoller. Wein aus warmen, südlicheren Regionen ist in der Regel histaminhaltiger als Wein aus kühleren Gegenden. Als „histaminfrei“ dürfen Weine mit einem Histamingehalt unter 0,1 mg pro Liter bezeichnet werden. Grundregeln für histaminarme Weine sind Weine von Winzers ihres Vertrauens, bei denen nachhaltige, ertragsbeschränkte Weingartenarbeit, gesundes Traubenmaterial, rasche Verarbeitung der Trauben und extrem saubere, hygienische und sorgfälltige Weinbereitung selbstverständlich sind.


"Sturm" ein Stück österreichische Tradition

Wenn die Sonne schon fast herbstlich über dem Land steht, die Herbstluft noch so manche wärmende Sonnenstunden verspricht, beherrscht ein fruchtig-frisches Getränk die österreichischen Heurigen, Gasthöfe und uns so manche private Haushalte:

 Der Sturm. Für den Sturm werden Trauben gelesen, gepresst und der gewonnene Traubenmost beginnt zu gären. Während diese stürmischen Gärung ( daher der Name Sturm) wird der Zucker im Traubensaft  in Alkohol umgewandelt.  Am Beginn der Gärung ist Sturm deshalb süß mit wenig Alkohol. Je weiter die Gärung fortschreitet , desto weniger süß und alkoholreicher wird dieses beliebte Getränk. Es gibt ihn, in den Varianten: rot, weiß ,rose; jung und sehr süß oder reifer und fast  durchgegoren

Gut gekühlt ist frischer Sturm vom Winzer nur ein paar Tage haltbar, danach ist der Most fast zur Gänze vergoren und der „Sturm“ wird zum fertigen, nicht filtrierten Wein dem: „Staubigen“. Am besten sollte man Sturm beim Winzer oder der Buschenschank seines Vertrauens genießen und kaufen, bei dem die Trauben aus den eigenen Weingärten stammen! Im Handel angebotener Sturm wird meist über weite Strecken transportiert, muss, um die Haltbarkeit zu verlängern, stabilisiert werden, und kann so für manches Kopfweh am nächsten Morgen verantwortlich sein. Oft wird mir die Frage gestellt, wie es möglich ist, dass schon Mitte August Sturm angeboten wird. Gerüchte, dass eingefroren Traubensaft oder Wein vom Vorjahr wieder zum Gären gebracht werden, um möglichst früh Sturm zu produzieren, sind definitiv unrichtig.

 

Es gibt eigens frühreife Rebsorten, wie z.B. Bouvier oder Müller Thurgau, die extra für die Erzeugung des beliebten Sturm heranwachsen und bereits Anfang August reif sein können. Zudem ist in Österreich die Produktion vom Sturm rechtlich genauestens kontrolliert. Sturm ist eine traditionelle geschützte Bezeichnung für angegorenen Traubenmost, der ausschließlich aus österreichischen Trauben erzeugt wurde. Importe aus dem Ausland, dürfen sich nicht „Sturm“ nennen. Er darf auch nur von August bis Dezember des Erntejahres verkauft werden.

 

Zum stürmischen Abschluss ein Mysterien der Sturmsaison – man sagt beim Anstoßen nicht „Prost“, sondern „Mahlzeit“


Österreich, das Süßweinland

In keinem anderen Land der Welt wird prozentuell so viel und qualitativ so hochwertiger Süßwein produziert wie in Österreich. Mit verantwortlich ist neben den geografisch perfekten Anbaubedingungen und der langjährigen Tradition vor allem die kulinarische Verbindung mit der österreichischen Mehlspeisküche, die perfekt mit Süßweinen harmoniert.

 

Wie kommt die Süße in den Wein? Von Natur aus können reife, gesunde Trauben im besten Fall nur um die 21 Zuckergrade ( KMW = Klosterneuburger Mostwaage) erreichen. Mit solch hochreifem Traubenmaterial kann man maximal Weine in der Qualitätsstufe "Spätlese" produzieren, die jedoch meist trocken ausgebaut sind.  Um süße Weine zu produzieren, bedarf es einer zusätzlichen Konzentration der Trauben.

 

Diese kann auf drei Arten erfolgen:
Beim Eiswein werden Trauben in gefrorenem Zustand bei Minimum -7° geerntet und gepresst. Da Wasser bei 0°C gefriert, trennt man die gefrorenen Wasserkristalle von den verbleibenden  Inhaltsstoffen - Extrakt und Zucker - und erreicht somit einen konzentrierten Traubenmost mit dementsprechender Süße.

 

Eine weitere Möglichkeit der Zuckerkonzentration ist die Herstellung von Stroh- oder Schilfwein. Dabei werden gesunde Trauben auf Schilfmatten aufgelegt und getrocknet, folglich verdunstet das Wasser. Die eingetrockneten Trauben werden gepresst und der wiederum konzentrierte Traubenmost ergibt nach der Vergärung einen hervorragenden Süßwein.

 

Eine von Natur aus natürliche Methode der Süßweinweinproduktion, die flächenmäßig nur in ganz wenigen Gebieten der Erde möglich ist, ist die Herstellung von Süßwein aus edelfaulen Trauben wie Beeren- oder Trockenbeerenauslesen. Bei dieser Variante setzt sich im Endstadion der Reife ein Pilz (Botrytis Cinera) auf die Trauben und entzieht den Trauben das Wasser.

Die Trauben schrumpfen am Weinstock rosinenartig zu edelfaulen Beeren zusammen und wiederum hat man die benötigte Konzentration von Zucker, Extrakt und somit die erwünschte Edelsüße erreicht. Eines der prädestinierten Gebiete für solche außerordentlichen Weine ist das Gebiet rund um den Neusiedlersee. Die Weine werden aufsteigend nach folgenden Süßegraden eingeteilt: Auslese - Beerenauslese - Eiswein - Strohwein - Ausbruch  und die fast schon likörartige "Trockenbeerenauslese". 


 

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